Tourist-Information am Königssee feierlich eröffnet

+
Für 777000 Euro entstand am Königssee eine neue Tourist-Informationsstelle.

Schönau - Für 777.000 Euro ist ein neues Informationsgebäude für eine Million Königssee-Gäste im Jahr entstanden. Anlaufpunkt soll sie sein, Informationszentrum für all jene, die den Königssee besuchen.

Sie ist zentral gelegen, inmitten des Parkplatzes am Königssee. Anlaufpunkt soll sie sein, Informationszentrum für all jene, die den Königssee besuchen, Jahr für Jahr, eine Million Menschen, so Stefan Kurz, 1. Bürgermeister der Gemeinde Schönau am Königssee: die neue Tourist-Informationsstelle. „Die Gemeinde widmet sich seit einigen Jahren der Aufgabe, den Bereich Königssee aufzuwerten“, sagt Stefan Kurz, der viele Ehrengäste aus Politik, Gesellschaft und Kirche während der offiziellen Eröffnungszeremonie begrüßen durfte. „Nach dem Ausbau der Seestraße vor zwei Jahren ist es mir gelungen, die Damen und Herren des Amtes für Ländliche Entwicklung davon zu überzeugen, den Fußgängerbereich des Parkplatzes Königssee auszubauen“. Einher gingen der Abriss und der Neubau der Tourist-Informationsstelle.

Die „Damen“ von der Tourist-Info: Alexandra Baschek (3. v. l.) freut sich mit ihrem Team auf die neue Wirkungsstätte.

Durch den Parkplatzumbau und die Umstellung der Parkgebühren auf Automaten sei das „bisherige Funktionsgebäude, in dem zeitweise eine Tourist-Info besetzt war, überflüssig geworden“, so Stefan Kurz. Sowohl die Größe als auch der Standort seien nicht mehr optimal gewesen. Weil für die Betreuung der Gäste vor Ort die Gemeinden zuständig zeichnen, entschied man sich im Gemeinderat von Schönau am Königssee dafür, eine weitere Informationsstelle für Gäste direkt am Königssee-Parkplatz zu errichten, „um den vielen Besuchern gerecht zu werden“, so Kurz. Schwierig sei es gewesen, auf dem Gelände jenen Standort auszumachen, der sich als der zweckmäßigste herausstellte.
„Nach langem Hin und Her hat sich der Gemeinderat für diesen Standort entschieden“. Zentral ist das neue Tourist-Informationsgebäude direkt am Parkplatz gelegen. Der Informationsbereich befindet sich im Zentrum, es schließen sich Nebenräume für Mitarbeiter an. „Für die Sparkasse ist ein Raum für den Geldautomaten vorgesehen“, bestätigt Kurz, der sogleich anfügt, dass die künftige Nutzung der sanitären Anlagen, die behindertengerechten Standards entspricht und einen Wickelraum bietet, kostenlos sein werde. „Jemand, der bereits den Geldbeutel für den Parkscheinautomaten zücken musste, wird ab sofort kein zweites Mal zur Kasse gebeten“.

Der Gemeinderat habe sich dazu entschieden, „weil wir den Gast nicht für jede Dienstleistung abzocken wollten“. Unweit des neu errichteten Informationsgebäudes, dessen Investitionskosten sich auf 777000 Euro belaufen, sind Schließfächer installiert, um etwa Rucksäcke oder Motorradhelme aufzubewahren. „Es zeichnet sich ab, dass die Kosten eingehalten werden konnten“, so Kurz, der einen Zuschuss von der Regierung von Oberbayern in Höhe von 45 Prozent der Investitionskosten erwarten kann – 356000 Euro. Einen Dank richtete der Gemeindevorsteher in Richtung Gemeinderat „für die Entscheidung zum Neubau“, darüber hinaus dem Planungsbüro und den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, „die immer mit Rat und Tat dem Projekt beiseite standen“.

Pfarrer Miroslav Gombita (l.) und Pfarrer Christian Gerstner sprachen den kirchlichen Segen vor versammelter Mannschaft.

Pfarrer Miroslav Gombita und Pfarrer Christian Gerstner nahmen den kirchlichen Segen vor und erinnerten daran, dass man heutzutage nicht mehr von „Fremden“, sondern von „Gästen“ spreche, die die Tourist-Info als zentralen Anlaufpunkt betrachteten. „Hier muss man den Menschen gerecht werden, auch wenn sie oftmals ungeduldig sind. Nicht jeder wird sich wie ein Engel verhalten“, so Pfarrer Gerstner in seiner Ansprache. „Wir bitten Gott um einen guten Geist, der sich dem Haus annimmt“. Auch der „Geist des Bürgermeisters“ sei mit von der Partie und wache über die Informationsstelle, entgegnete Kurz mit einem Grinsen. Ein wenig Ernst spielte wohl auch mit. Schief gehen kann jetzt nicht mehr viel.

Pfeiffer

Zurück zur Übersicht: Region Berchtesgaden

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser