Tiefgarage: 20 Minuten kostenlos

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Seit Freitag sollen alle Parkautomaten funktionieren. Über 100.000 Euro wurden in Berchtesgadens Tiefgarage gesteckt.

Berchtesgaden – Ab Freitagnachmittag soll in der Tiefgarage in Berchtesgaden alles anders sein. Große Investitionen machen's möglich:

„Wir investieren weit über 100.000 Euro“ sagt Wolfgang Zetsche, Regionalleiter bei Contipark und für die Tiefgarage zuständig. Neben neuen Kassenautomaten und einer verbesserten Videoüberwachung ändert sich für Kunden vor allem eines: die Parkgebühren. In Zukunft wird man die ersten 20 Minuten lang kostenlos parken können. Wir versprechen uns dadurch eine erhöhte Frequenz“, so Bürgermeister Franz Rasp kürzlich.

Ein Techniker überprüft, ob die Schranken korrekt öffnen. Tun sie. Gute Fahrt!

Alles neu macht der Dezember: Zumindest in Parkhinsicht. Die Gemeindeverwaltung hat der Tiefgarage eine neue Gebührenverordnung verpasst. Vor allem Einheimische will man dadurch vermehrt ansprechen. Ab der 21. Minute bis zur ersten vollen Stunde liegen die Gebühren bei 1,10 Euro. Jede weitere Stunde kostet ebenfalls 1,10 Euro. Bislang hatte man pro Parkstunde einen Euro beglichen. Die „moderate“ Erhöhung erklärt die Gemeindeverwaltung durch den zusätzlichen Service des kostenfreien Parkens. „Im Vergleich mit Tiefgaragen im Umfeld bleiben wir sehr günstig“, betonte Rasp noch vor kurzem. Ein Tagesticket kostet von heute an 6,50 Euro. Dauerparker zahlen pro Monat weiterhin 54,74 Euro (Bruttopreis). Mit dem Einbau der neuen Parkabfertigungsanlage soll auch eine wiederaufladbare Wertkarte eingeführt werden. „Einfach reinfahren, reinstecken, parken und bezahlen“, so Rasp über die Kartennutzung. Auch mit der Wertkarte sind die ersten 20 Minuten kostenfrei, im Folgenden wird im Halbstunden-Takt abgerechnet. 55 Cent kostet eine Einheit. Anfangs wird es Zehn-Euro-Wertkarten geben. Regionalleiter Zetsche sagt, dass die Automaten in der Tiefgarage in die Jahre gekommen seien. Eine Auswechslung ist notwendig gewesen. „Mit den neuen Kassenautomaten haben wir viel mehr Möglichkeiten mit der Programmierung.“ Über 20.000 Euro kostet ein Apparat. Auch neue Schranken wurden im Zuge der Optimierung installiert, sieben Handwerker und Techniker arbeiteten in den letzten Tagen an der unterirdischen Baustelle. Elektriker zogen Kabel, um die neuen Automaten anzuschließen, die Techniker stellten diese auf die Bedürfnisse des Kunden ein. In der Gemeinde sagt man, es sei sinnvoll, das Kurzzeitparken gebührenfrei zu belassen. Um attraktiver zu werden. Für schnelle Erledigungen im Markt etwa. Dass 20 Minuten dazu nicht immer reichen dürften, ist auch der Gemeindeverwaltung klar. „Wir arbeiten heute den ganzen Tag“, so Zetsche am Donnerstag. Um fertig zu werden. „Das Problem ist, dass der Betrieb weiterlaufen muss“, sagt er. Da kann es schon einmal zu einer Verzögerung kommen. Etwa beim Kassenautomaten. Dort warten die Fahrzeugbesitzer, die zahlen wollen. Noch klappt dies nicht so wie gewünscht. Die Schranken im Ausfahrtsbereich hingegen funktionieren schon ganz gut. Karte reinstecken, die Schranke öffnet sich. „Passt“, sagt ein Techniker. Für Kunden wird sich in Zukunft also nicht viel ändern.

kp

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