Teil 2: Herr Bürgermeister, was passiert 2012?

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Franz Halmich, 1. Bürgermeister der Gemeinde Marktschellenberg.

Marktschellenberg - Im zweiten Teil unserer Serie steht Marktschellenbergs Bürgermeister Franz Halmich Rede und Antwort zu den anstehenden Gemeindearbeiten im Jahr 2012.

Welche Erwartungen stellen Sie in Gemeindehinsicht an das Jahr 2012?

Ich wünsche mir für das kommende Jahr 2012 eine weitere Entspannung der finanziellen Lage für unseren Markt. Die Finanzkraft steigt wieder. Wenn auch nur in bescheidenem Rahmen. Durch unseren neuen Dorfladen ist ein Stück Lebensqualität nach Marktschellenberg zurückgekehrt. Durch diese Bereicherung erhoffe ich mir eine wichtige Belebung für unseren Markt. Marktschellenberg wird wieder ein Stück attraktiver, für Einheimische und Gäste. Außerdem wünsche ich mir weiterhin ein bleibendes Verständnis und Sinn fürs Gemeinwohl. Etwa in anstehenden Verhandlungen für die unterschiedlichsten Projekte und zu lösenden Probleme, wie etwa bei der Kirchgasse. Vieles ist einfach nur durch eine funktionierende Dorfgemeinschaft erreichbar. Wünschenswert wäre ein stabiles Sommerwetter 2012. Vor allem im Hinblick auf unsere Kurbetriebe Bad und Albachklamm. Dass es möglich ist, hat uns der diesjährige Herbst ja eindrucksvoll gezeigt.

Welche größeren Vorhaben sollen in 2012 beendet beziehungsweise in Angriff genommen werden?

Es folgt die weitere Umsetzung des Abwasserentsorgungskonzepts, die Ortsteile Barmstein und die Kleinsiedlungen in den Ortsteilen Hartlhöh (Alte Berchtesgadener Straße) und Schaden (Gastag-/Kaimhofweg) erhalten Abwasseranschlüsse. Beim sehr gut fortgeschrittenen Kanalbau „Köpplschneid“ werden nur noch Abschlussarbeiten fällig. Infrastruktur ist generell ein großes Thema. Deshalb bemühen wir uns um ein neues Verfahren in der Ländlichen Entwicklung. 2012 es angegangen werden. Der Markt würde dann mehr Handlungsmöglichkeiten für finanziell verträgliche Straßenbauten im Außenbereich erhalten. Fast 50 Kilometer Gemeindestraßen stehen in der Baulast des Marktes. Auch der Steg über die Berchtesgadener Ache in Höhe der Firma psm Protech wird zum Thema werden. Die ersten Schritte wurden getan. Natürlich gehört auch die Gemeindeentwicklung zu den großen Themen. Für kommendes Jahr werden erste Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen erwartet.

Eine Prognose: Wie wird es in den kommenden Jahren um den Gemeindehaushalt stehen? Sind finanzielle Spielräume wahrscheinlich oder muss der Gürtel enger geschnallt werden?

Aus der Finanzkrise ist nun eine Eurokrise geworden. Die Auswirkungen dieser Krisen sind nur sehr schwer prognostizierbar und scheinen nicht enden zu wollen. Auch die Gemeinden spüren bei ihren Maßnahmen und Beschaffungen die Preissteigerungen deutlich. In den Einrichtungen, in denen wir kostendeckend wirtschaften müssen, müssen die Bürger mit Preisanstiegen rechnen – etwa beim Wasser und Abwasser. Ansonsten hat es bisher geklappt, die freiwilligen Leistungen der Gemeinde ungekürzt zu erhalten. Eine Prognose ist sehr schwierig. Als Wahrsager wird niemand auftreten wollen. Es hängt von sehr vielen Faktoren ab, wie die Kommune mit Geldern ausgestattet sein wird. Langfristige Wirkungen können wir selbst durch sinnvolle Siedlungspolitik und wirtschaftliches Bauen erreichen. Da wären wir wieder beim Stichwort Entwicklungskonzept.

kp

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