„Ständig Erfolgserlebnisse“

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Das Klick-Erlebnis haben Besucher des „Mathematikums“ in Gießen. Beutelspacher ist der Initiator der Einrichtung, die seit 2002 insgesamt 1,3 Millionen Besucher angelockt hat.

Berchtesgaden - Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher ist der Leiter des ersten mathematischen Mitmach-Museums der Welt. Wir haben uns mit ihm unterhalten:

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Das Klick-Erlebnis

Er ist Leiter des ersten mathematischen Mitmach-Museums der Welt, des „Mathematikums“ in Gießen. In speziellen Vorlesungen und Vorträgen für Kinder und Jugendliche bringt er ihnen die Welt der Zahlen näher. Auch ist er Buch-Autor und auch im Fernsehen hat man das Gesicht von Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher schon des Öfteren zu sehen bekommen. Komplizierte mathematische Sprache meidet er. Beutelspacher setzt auf das Klick-Erlebnis. Mit großem Erfolg. 1,3 Millionen Besucher haben in den letzten neun Jahren sein mathematisches Mitmach-Museum in Gießen besucht.

Mit dem „Mathematikum“ haben Sie seit vielen Jahren großen Erfolg. Wie kam’s?

Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher: Ja, in den letzten neun Jahren konnten wir viele Besucher begrüßen. 1,3 Millionen waren es insgesamt. Meine Idee war, einer möglichst großen Bevölkerungsschicht den Zugang zur Mathematik zu ermöglichen. Keine komplizierten mathematischen Formeln, keine formale Herangehensweise. Im „Mathematikum“ haben die Besucher ständig Erfolgserlebnisse. Über 150 Exponate werden dort ausgestellt.

Besucher des „Mathematikums“ legen Puzzles, bauen Brücken, zerbrechen sich den Kopf bei Knobelspielen, entdecken an sich selbst den goldenen Schnitt oder schauen einem Kugelwettrennen zu. Was ist das Erfolgsrezept der Ausstellung?

Beutelspacher: Beeindruckend ist: Jeder hat Spaß daran. Ob Eltern oder Kinder. Bei uns kommen vor allem Familien zu Besuch, die Mathematik anders, einfacher erleben möchten. Und mit Freude dabei sind. Viele Schulklassen kommen zu uns, aber auch Betriebsausflüge werden in das Museum unternommen. Jeder Besucher soll – so ist es gedacht – ein Klick- Erlebnis verspüren. Das stellt sich dann ein, wenn man die Zusammenhänge versteht und eine Lösung gefunden hat. Allerdings stellen wir unsere Besucher nicht unter Erfolgszwang.

Die vergangenen Jahre waren von Erfolg geprägt. Das „Mathematikum“ ist ein Besuchermagnet geworden. Wie trägt es sich?

Beutelspacher: Die Einrichtung trägt sich komplett durch die Eintrittspreise der Besucher. Der Erfolg kam überraschend. Das hat sich so ergeben. Seit 2002 läuft die Einrichtung konstant gut. Derzeit liegen wir bei 150.000 Besuchern pro Jahr.

Pressemitteilung Kilian Pfeiffer

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