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Asylbewerber: Was passiert in Winkl?

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Mittlerweile haben sich die Asylbewerber im Hotel Panorama eingelebt.

Bischofswiesen - Es ist zwar noch nicht klar, ob sie im ehemaligen Hotel Panorama in Bischofswiesen bleiben können, trotzdem versuchen die Asylbewerber, dort heimisch zu werden.

Sobald man die Asylbewerber-Gemeinschaftsunterkunft in Bischofswiesen-Winkl betritt, begegnet man freundlichen Menschen. Natürlich sprechen sie noch wenig bis gar kein Deutsch, können sich aber mit Händen und Füßen verständlich machen.

Die Regierung von Oberbayern hat mittlerweile über 40 Asylbewerber aus Syrien, Nigeria, Afghanistan, Russland und Armenien in Bischofswiesen untergebracht, hauptsächlich Familien. Dementsprechend wuselt es teilweise in der Gemeinschaftsunterkunft. Das jüngste Baby ist sechs Monate alt, der Älteste 19 Jahre.

Wichtigster Punkt: Ein Deutschkurs

"An Kleidern und Spielsachen bekomme ich ausreichend Sachspenden", freut sich Roswitha Walch. Sie betreut ehrenamtlich im Auftrag der Caritas Berchtesgadener Land die Asylbewerber. "Das Wichtigste ist jetzt erst einmal, dass wir für die Bewohner hier einen Deutschkurs organisieren. Eine Lehrerin habe ich schon gefunden. Eine zweite oder dritte könnte ich noch gebrauchen, da das aber ehrenamtlich ist, gestaltet sich die Suche etwas schwierig." Trotzdem ist Roswitha Walch zuversichtlich, dass auch das gelingen wird.

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Denn trotz der anfänglich befürchteten Probleme, fügen sich die Flüchtlinge gut ein. "Die Stimmung in der Unterkunft ist gut", so Walch. "Die älteren Kinder gehen bereits in die Schule. Für die jüngeren kümmern wir uns gerade um einen Kindergartenplatz."

Sport verbindet

Für die Kinder gibt es also schnell eine Art Alltag in Bischofswiesen, fern der Heimat. Doch auch die Eltern würden sich darüber freuen, etwas tun zu dürfen, Leute kennenzulernen, Anschluss zu finden. "Die Asylbewerber dürfen in den ersten neun Monaten keiner gewerblichen Arbeit nachgehen, gemeinnützig dürfen sie aber durchaus tätig werden", erklärt Roswitha Walch. In Berchtesgaden beispielsweise würden drei Asylbewerber mittlerweile am gemeindlichen Bauhof mitarbeiten.

Am Allerwichtigsten für die Kontaktaufnahme sei allerdings der Sport. "Vor allem die Jungs sind des Öfteren am Sportplatz zum Fußballspielen anzutreffen. Das könnten sie auch im Verein tun", appelliert die Sozialarbeiterin an Bischofswieser Vereine. Aber auch Privatpersonen können helfen. "Wir können hier eigentlich alles brauchen", so Walch. "Kleider, Spielzeug, Fahrräder, Helme, Kinderwagen, Fernseher, Bügeleisen und andere kleine Küchengeräte." Ein kurzer Anruf bei der Caritas genügt und die Übergabe wird organisiert.

Buddeln nur TÜV geprüft

Am meisten wünscht sich Roswitha Walch einen Spielplatz hinterm Haus für die Kinder. Aber nicht einmal einen Sandkasten könne man so einfach anlegen. "Das muss alles TÜV geprüft sein bei einer Gemeinschaftsunterkunft", erklärt sie. Trotzdem gibt sie nicht auf und hakt bei der Regierung immer wieder nach, ob es nicht doch endlich eine Schaukel oder einen Sandkasten gebe.

Denn eines darf man nicht vergessen: diese Menschen mussten aus ihrer Heimat flüchten, weil dort Krieg herrscht. In Bischofswiesen ist spürbar, dass sie froh sind, endlich einmal angekommen zu sein.

cz

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