Sechsstündige nächtliche Rettungsaktion

Ramsau – Einsatzkräfte der Bergwacht Ramsau haben in der Nacht auf Sonntag eine verstiegene 51-jährige Bergsteigerin unverletzt aus schwierigstem Gelände unterhalb des Knittelhorns im Gebiet der Reiter Alpe gerettet.

Die aufwendige Rettungsaktion dauerte rund sechs Stunden. Die Reichenhallerin war im Bereich der Halsalm vom Weg abgezweigt und über eine Rinne durch freies Gelände in Richtung Knittelhorn aufgestiegen, wobei sie in der Dunkelheit im schwierigsten Gelände die Orientierung verlor und nicht mehr weiter auf- oder absteigen konnte.

Als sie gegen 21.15 Uhr per Handy einen Notruf absetzte, alarmierte die Integrierte Leitstelle Traunstein die Bergwacht Ramsau. Da keine akute Lebensgefahr bestand wurde die 51-Jährige ohne Hubschrauber gerettet. Zehn Einsatzkräfte der Bergwacht mussten bei guten Wetterbedingungen zu der Frau aufsteigen und sie in einer aufwendigen mehrstündigen Abseilaktion durch schwierigstes Gelände nach unten transportieren, wobei mehrere Bohrhaken gesetzt wurden. Die in einem Rettungssitz gesicherte Frau kam gegen 3 Uhr wohlbehalten im Tal an.

Am Sonntagnachmittag verletzte sich eine 73-jährige Wanderin aus der Nähe von Ulm auf dem Weg unterhalb der Halsalm schwer am Sprunggelenk. Die alarmierte Bergwacht Ramsau fuhr mit einem Geländefahrzeug in Richtung der Einsatzstelle, die mitten im Wald lag. Nach medizinischer Erstversorgung musste die Patientin mit dem nachgeforderten Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ per Rettungstau ausgeflogen und weiter zur Kreisklinik Bad Reichenhall transportiert werden.

Pressemitteilung BRK BGL

Rubriklistenbild: © dpa

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