Schönau startet Rathaus-Service-Portal

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Freuen sich über das neue Service-Portal der Gemeinde Schönau am Königssee (v. l.): Verwaltungsmitarbeiterin Daniela Graßl, Geschäftsführer Hannes Rasp, EDV-Berater Marco Vogl sowie Verwaltungsmitarbeiter Andreas Lochner.

Schönau am Königssee - Im Rathaus in Schönau am Königssee wurde diese Woche das neu geschaffene Rathaus-Service-Portal offiziell vorgestellt.

Künftig können Bürger viele ihrer Behördengänge online erledigen. "Das ist ein Nutzen für die Kommune und den Bürger", sagte Marco Vogl von der komuna GmbH, die für das Service-Portal verantwortlich zeichnet.

"Das Rathaus-Service-Portal ist eine auf der Internetseite der Gemeinde integrierte Plattform, die verschiedene Anwendungen bereitstellt", so EDV-Berater Vogl. Über das Portal wird dem Bürger die Möglichkeit eingeräumt, eine Vielzahl von behördlichen Formalitäten online abzuwickeln, von der Meldebescheinigung, über die Statusabfragen des Reisepasses bis hin zur Verlusterklärung eines Dokuments.

"Serviceorientiert" sei das Angebot. Die Vorgangsbearbeitung könne zügiger abgewickelt werden. eine Kostenersparnis bedeute das Rathaus-Service-Portal für die Kommune, für den Bürger weniger Behördengänge. "In Zukunft ist es etwa möglich, die Briefwahlunterlagen online anzufordern", sagt Vogl. Um das Führungszeugnis zu bezahlen, bedurfte es in der Vergangenheit eines Behördenganges.

"Das ist jetzt nicht mehr nötig", freut sich Vogl. Per Lastschriftverfahren kann der Betrag beglichen werden. Alle Daten, die über das Service-Portal eingegeben werden, werden in einem "sicheren Verschlüsselungsverfahren an die Kommune geschickt und können dort sofort weiterverarbeitet werden." Die komuna GmbH nennt das "praktizierte Bürgernähe". Zu Lasten von Gemeindemitarbeitern in der Verwaltung? Vogl beschwichtigt: "Nein", dem sei nicht so. Lediglich der Service werde größer geschrieben. Online-Stellen zum Herunterladen von Behörden-Formularen gibt es bereits einige.

Allerdings: "Der reine Download von Formularen über das Internet bringt nur scheinbare Arbeitsersparnis, denn die Weiterverarbeitung bleibt aufwändig", sagt Vogl. In der nun umgesetzten Rathaus-Service- Portal-Lösung sind alle Formulare so angelegt worden, "dass die elektronischen Angaben der Bürger automatisch in die kommunale Datenbank gelangen" und von dort aus zur Weiterverarbeitung gebracht werden. Hilfetexte und ein elektronischer Dialog werden den Bürger beim Ausfüllen unterstützen.

Hannes Rasp, Geschäftsführer der Gemeindeverwaltung Schönau am Königssee, sagt, der Online-Auftritt der Kommune sei gut besucht, "keine tote Seite". Daher habe die Einrichtung des Service-Portals durchaus Relevanz. Auch das Schönauer Fundbüro wird künftig online zu finden sein. Die Fundsachenverwaltung wird vereinfacht, der Bürger kann über eine Eingabemaske nach einem verlorenen Gegenstand suchen.

850.000 Fundsachen gebe es in der Bundesrepublik Deutschland momentan, 1,45 Millionen Mal werde pro Jahr im Internet auf entsprechenden Seiten danach gefahndet, weiß Vogl. Und in Schönau am Königssee? "Wir haben im Jahr maximal 50 Sachen, die ins Fundbüro kommen", sagt Daniela Graßl - "wenn überhaupt".

152 Kommunen nutzen das Rathaus-Service-Portal bereits. Neben Schönau am Königssee ist es die Gemeinde Piding, die das gleiche System in Verwendung hat. Ziel sei es, dass auch die übrigen Talkessel- Gemeinden, der innere Landkreis, davon Gebrauch machen. "Ob sich die anderen Kommunen auch dafür entscheiden, ist noch nicht entschieden", sagt Rasp.

kp

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