Rohrnetz soll erweitert werden

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Schönau am Königssee - Das Rohrnetz des Biomasseheizkraftwerks in Schönau soll erweitertwerden, das Vorhaben soll schon diese Woche starten

Das Rohrnetz des Biomasseheizkraftwerks in Schönau am Königssee soll im Bereich Koch-Sternfeld-Straße und Berchtesgadener Gymnasium deutlich erweitert werden. Darüber informierte der Geschäftsführer Arnold Fellinger. Und weil es während der Bauarbeiten, die sich bis in den August hineinziehen werden, keine größeren Beeinträchtigungen für den Verkehr geben soll, befürwortete der Berchtesgadener Gemeinderat das Vorhaben einstimmig. Los geht es schon in dieser Woche.

Knapp bemessen ist der Zeitraum für die Straßenbauarbeiten, die in den nächsten Wochen und Monaten stattfinden werden. Vor allem die Koch-Sternfeld-Straße wird stark in Mitleidenschaft gezogen, soll aber, so Arnold Fellinger, einseitig befahrbar bleiben. Nur kurzfristig, bei Be- und Entladeaktionen, könne es zu kleineren Beeinträchtigungen kommen. In einem Informationsgespräch vor dem Gemeinderat steckte er das Ziel ab: "Geplant ist, das Gymnasium und das Salzbergwerk an das Fernwärmenetz anzuschließen". Allerdings liegen in diesem Bereich noch keine Rohrleitungen. Damit nicht nur jene Großkunden in Zukunft Fernwärme beziehen können, habe man auch in der Bevölkerung Akquise betrieben und "viele Kunden gewinnen können". Abschnittsweise sollen die Arbeiten durchgeführt werden.

Biomasseheizkraftwerk erweitert Rohrnetz

Mehrere Bauabschnitte sind eingeplant, ein Abschnitt soll die Strecke von 300 Metern nicht überschreiten. Drei Wochen sind dafür jeweils veranschlagt. Die Arbeiten beginnen noch in dieser Woche und ziehen sich durch die gesamte Koch-Sternfeld-Straße. Von dort möchte man dann eine direkte Verbindung zum Gymnasium herstellen. Zur Zeit laufen im Landratsamt Berchtesgadener Land die Vertragsverhandlungen. Und auch das Verwaltungsgebäude des Salzbergwerks wird an das Fernwärmenetz angeschlossen.

Die Straßenoberflächen werden nach Fertigstellung neu asphaltiert, sicherte Fellinger zu. Ausreichend Zeit habe man dafür eingeplant. Als "kurzfristig" empfindet Gemeinderat Hans-Jürgen Kortenacker (Berchtesgadener Bürgergruppe) die Aktion. Warum diese mitten in die Hauptsaison fallen müsse, fragte er. Bürgermeister Franz Rasp entgegnete, dass die Straße touristisch gesehen nicht relevant sei, außerdem werde eine dauerhafte halbseitige Befahrung garantiert. Darüber wachten zwei Gemeinderätinnen, so Rasps Argument, das er mit einem Augenzwinkern vortrug: Ute Speisberger (CSU) und Rosmarie Plenk (Freie Wählergemeinschaft) wohnen direkt vor Ort. Deren Bedenken konnte Geschäftsführer Fellinger ausräumen. Auch für die Zukunft soll das Fernwärme-Rohrnetz erweitert werden. Denkbar sei die Strecke in Richtung Unterau, vorbei am Hotel Seimler. "Aktuell sind wir in der Lage, ein Rohrnetz mit einer Länge von 30 Kilometern zu bedienen", sagte Fellinger. Das sei noch nicht erreicht. Man habe also noch Potenzial nach oben.

kp

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