"28 von 30 Läden müssen schließen"

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Landtagsabgeordneter Roland Richter

Berchtesgaden - Die Geschäftsinhaber am Königssee sind verzweifelt. Sonntags und feiertags müssen sie zukünftig geschlossen halten. MdL Roland Richter will jetzt helfen:

Und deshalb haben sie sich an Landtagsabgeordneten Roland Richter gewandt und um Hilfe gebeten. Auf Anfrage bestätigt Richter, dass er sich im Gespräch mit Ladenbesitzern befinde. Denn die Situation am Königssee spitzt sich immer weiter zu.

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Richter: „Dass die Geschäfte nach dem Ladenöffnungsgesetz zusperren müssen, ist rechtlich in Ordnung.“ Und trotzdem ist er der Meinung: Hilfe ist notwendig. Ausschlaggebend für die Verkaufsmöglichkeit am Sonntag ist das Warenangebot, weiß Richter. Aber nur zwei von insgesamt 30 am Königssee befindlichen Läden erfüllen jene Verordnung, laut der nur an maximal 40 Sonn- und Feiertagen Folgendes verkauft werden darf: „Badegegenstände, Devotionalien, frische Früchte, alkoholfreie Getränke, Tabakwaren, sowie Waren, die für die Gemeinde Schönau am Königssee kennzeichnend sind“. 28 Geschäfte müssen nun schließen.

Geschäfte am Königssee hatten "dicht gemacht"

Die Folge: Umsatzeinbußen von bis zu 30 Prozent. Ladeninhaber Franz Schön vom Königsseer Sportladl sagt: „Mir gehen pro Jahr 80.000 Euro verloren“. Weil anonyme Beschwerden sowohl das Landratsamt Berchtesgadener Land als Aufsichtsbehörde als auch die Polizeiinspektion Berchtesgaden erreichten, musste reagiert werden, so Richter. Zwei Läden dürfen weiterhin offen halten. „Der Rest muss schließen.“

Richters Vorschlag: „Jeder Ladeninhaber soll mir einen Brief schreiben“. Mit den gesammelten Briefen werde er sich an das Ministerium wenden. Erfolgsaussichten? „Man muss es wenigstens probieren“, sagt Richter. Denn wirtschaftlich sei die Situation für die vom Tourismus abhängigen Geschäfte in Zukunft alles andere als optimal.

kp

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