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Vertreter beraten am „Runden Tisch“

Wie geht es weiter mit der Kunsteisbahn in Schönau am Königssee?

Kunsteisbahn in Schönau am Königssee
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Die Kunsteisbahn ist zum Politikum geworden, muss für eine hohe Millionensumme wiederaufgebaut werden. Mehr als 50 Millionen Euro sind bereits zugesichert.

Bei einem „Runden Tisch“ haben sich Vertreter des Landratsamtes, des Bob- und Schlittenverbands für Deutschland sowie Mitglieder des Bund Naturschutz über die Zukunft der Kunsteisbahn am Königssee beraten. Das bestätigte das Landratsamt auf Nachfrage. Diese soll, nach politischem Willen, so bald als möglich wieder aufgebaut werden. Rund 53 Millionen Euro liegen im Fonds „Aufbauhilfe 2021“ dafür bereit. Beabsichtigt ist, bis Mitte des Jahres einen Generalplaner festzulegen. 

Schönau am Königssee – Der Termin „Runder Tisch“, der direkt an der Kunsteisbahn am Königssee unter freiem Himmel stattfand, war im Vorfeld unangekündigt geblieben. Eineinhalb Stunden wurde unweit des Königssees, an dem die erste Kunsteisbahn der Welt liegt, an der zerstörten Strecke diskutiert. Ein Team des Bayerischen Fernsehens war an der Bahn, allerdings mehr aus Zufall, wie es hieß. Beim Treffen der Beteiligten war der Sender nicht zugegen.

Es sei ein „guter Austausch“ gewesen, sagte Landrat Bernhard Kern im Nachgang. Auf Nachfrage heißt es, der „aktuelle Sachstand sowie die weitere vom Kreistag beschlossene Vorgehensweise“ seien besprochen worden. Im Fokus stand bei dem Austausch die Absicht, einen Planer zu finden, der mit der Grundlagenermittlung für die Wiederinstandsetzung der Kunsteisbahn einschließlich des Objektschutzes beauftragt werden soll. Ein erforderliches Vergabeverfahren befinde sich „in Vorbereitung“, teilt das Landratsamt zudem mit. Ein abgeschlossenes geologisches Gutachten liegt bislang nicht vor, heißt es weiter.

Das Treffen war auf Einladung von Landrat Bernhard Kern erfolgt. Teilgenommen haben neben Mitarbeitern des Landratsamtes der stellvertretende Landrat und Kreisrat Michael Koller, der Bürgermeister von Schönau am Königssee, Hannes Rasp, und Vertreter des Bund Naturschutz sowie Beteiligte des Bob- und Schlittenverbands für Deutschland.

Nach den Vorstellungen des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration und des Bayerischen Umweltministeriums soll der Landkreis in Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt Traunstein und dem Landesamt für Umwelt eine eigene Planung beauftragen, um die Kunsteisbahn gegen Georisiken zu schützen.

Ausschreibungen werden vorbereitet

Für Unterlieger des Klingerbachs, der oberhalb der Bahn liegt und aus dessen Einzugsgebiet die zerstörerischen Geröllmassen für den Schaden an der Bahn verantwortlich sind, dürften dabei keine Nachteile entstehen, heißt es. Derzeit sei beabsichtigt, einen Generalplaner auszuschreiben, wobei dieser voraussichtlich Mitte dieses Jahres feststehen soll.

Das Landratsamt teilt mit, momentan Ausschreibungen für die erforderlichen Planungsleistungen für die Kunsteisbahn und den Objektschutz vorzubereiten. Weitere Vergabeabstimmungen liefen derzeit mit der Regierung von Oberbayern, der Landkreisverwaltung und dem Bob- und Schlittenverband für Deutschland. Weiteren Termine und Schritte hingen von den „Untersuchungsergebnissen der Grundlagenermittlung und vor allem der Beherrschung der Georisiken“ ab.

An Landrat Kerns Absicht, die Bahn wiederaufzubauen, hat sich nichts geändert: Wenn alles gut gehe, sagte er am Rande des „Runden Tisches“ an der Kunsteisbahn am Königssee gegenüber dem BR, gebe es bis zum Jahr 2025/26 wieder die Möglichkeit, dort fahren zu können. Aus Sicht Rita Posers, Kreisvorsitzende des Bund Naturschutz Berchtesgadener Land, könnte der Neubau der Bob- und Rodelbahn immens teuer werden. Am Ende müsse man sich fragen, ob der finanzielle Aufwand gerechtfertigt sei.

kp

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