Löste ein Blitzschlag den Waldbrand aus?

Brand im Nationalpark Berchtesgaden gelöscht - Video und Bilder

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Königssee - Im Bereich der Kesselwand am Königssee ist am Mittwochmorgen ein Waldstück in Brand geraten. Zahlreiche Feuerwehrler sind vor Ort, um die Flammen zu bekämpfen.

Update, 19.35 Uhr: Bilder der Löscharbeiten

Ein Jäger hatte das Feuer in der Früh im Bereich der Kesselwand am Ost­ufer des Königssees bemerkt. Der Schwelbrand war auf einem etwa 15 mal 50 Meter großen Grundstück vermutlich nach einem Blitzeinschlag am Dienstagabend ausgebrochen. Wegen der Trockenheit bestand die Gefahr, dass sich die Flammen rasch ausbreiten – deshalb wurde ein Großaufgebot an Feuerwehrlern, Bergwachtlern und Polizisten alarmiert.

Der Einsatz war für sie schwierig, da der Bereich in einem steilen Waldgebiet liegt. Die Feuerwehr holte das Wasser aus einem Wasserteich an der Jenner-Mittelstation zum Brandort. Zwei Löschhubschrauber zogen ihre Runden – einer von der Polizei, der zweite von einem privaten Dienst. 

Brand im Nationalpark Berchtesgaden - Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen

Bis Mittag konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Zur Sicherheit startete am Nachmittag noch mal ein Hubschrauber samt Wärmebildkamera, um die Gegend nach Glutnestern abzusuchen. Die Schadenshöhe war zunächst unklar. Die Kripo ermittelt weiter zur Brandursache.

Wegen der hohen Waldbrandgefahr hat die Regierung von Oberbayern heute Luftbeobachtung angeordnet. Die Flieger der Flugbereitschaft Oberbayern starten von Eichstätt, Pfaffenhofen a.d. Ilm, Oberpfaffenhofen, Königsdorf, Erding und Mühldorf am Inn zu ihren Beobachtungsflügen.

Update, 17.15 Uhr: Hubschraubereinsatz beendet

Laut Informationen von vor Ort soll der Hubschraubereinsatz zunächst beendet sein. Kameraden der Feuerwehr sind nun am Boden im Einsatz und untersuchen den Boden mit Hilfe von Sonden. Auch die restlichen Brände beziehungsweise Glutnester sollen noch gelöscht werden.

Update, 12.25 Uhr: Privathubschrauber hilft bei Löscharbeiten

Nach wie vor sind laufen die Löscharbeiten an der Kesselwand im Nationalpark Berchtesgadener Land auf Hochtouren, der Brand ist aber unter Kontrolle. Derzeit werden noch einzelne Glutnester bekämpft. Wie lange die Löscharbeiten noch andauern, kann derzeit noch nicht genau abgeschätzt werden. Unterstützung bekommen die Einsatzkräfte in Kürze durch den Hubschrauber eines privaten Unternehmens, der einen größeren Löschwasserbehälter (1000 Liter) aufnehmen kann, so Markus Zimmerer, Pressesprecher vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd. 

Der Polizeihubschrauber ist mittlerweile aus dem Löscheinsatz entlassen. Am frühen Nachmittag wird nochmals ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera das Gebiet überfliegen und nach eventuell noch vorhandenen Glutnestern suchen.

Solange die Löscharbeiten noch andauern, kann das Gebiet nicht betreten und untersucht werden. Daher kann über die genaue Brandursache noch immer nur spekuliert werden.

Update, 11.21 Uhr: Hubschrauber abgezogen

Der Waldbrand im Berchtesgadener Nationalpark konnte von zahlreichen Einsatzkräften zwischenzeitlich unter Kontrolle gebracht werden. Auch der Polizeihubschrauber wurde inzwischen abgezogen. Wie Polizeipressesprecher Markus Zimmerer mitteilte, werde der Hubschrauber nicht mehr gebraucht. Ein gezielter Löscheinsatz vom Boden aus reiche um den Brand restlich zu bekämpfen. Das Löschwasser wird mit Tankfahrzeugen der Feuerwehr von einem Löschwasserteich an der Jenner Mittelstation aufgenommen und dann zum Brandort transportiert. 

Über die genaue Brandursache könne laut Zimmerer derzeit nur spekuliert werden. Es könnte jedoch sein, dass ein Blitzschlag den Brand ausgelöst habe. Dienstagabend gab es ein schweres Gewitter, bei dem der Blitz eingeschlagen sein könnte. Anschließend könnte der Brand bis zu seiner Entdeckung am Mittwochmorgen geschwelt haben.

Regierung ordnet Luftbeobachtung für Donnerstag an

Inzwischen hat die Regierung von Oberbayern Luftbeobachtung aufgrund der hohen Waldbrandgefahr auch für Donnerstag angeordnet. Die Flieger starten von den Stützpunkten Eichstätt, Pfaffenhofen a.d.Ilm, Oberpfaffenhofen, Königsdorf, Erding und Mühldorf a.Inn. Sie erreichen von dort aus gefährdete Wälder in den Landkreisen Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen a.d.Ilm, Erding, Freising, Dachau, Starnberg, Landsberg am Lech, München, Fürstenfeldbruck, Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach, Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf a.Inn, Weilheim-Schongau, Ebersberg und Altötting. Die Beobachtungsflüge finden einmal täglich jeweils nachmittags statt.

Die Regierung von Oberbayern bittet dringend darum, folgende Warnhinweise zu beachten. Diese gelten auch für Waldbesitzer, Jäger und alle Personen, die mit Waldarbeiten beschäftigt sind. Im Wald oder in einer Entfernung von weniger als 100 Metern davon sollen Sie

· kein Feuer oder offenes Licht anzünden oder betreiben,

· keine offenen Feuerstätten errichten oder betreiben,

· keine Bodendecken abbrennen und keine Pflanzen oder Pflanzenreste flächenweise absengen,

· keine brennenden oder glimmenden Sachen wegwerfen und nicht rauchen.

Update, 10.16 Uhr: Schlauchleitung steht

Inzwischen konnten Kräfte der Feuerwehren eine Schlauchleitung zum Brandort legen, um die Löschwasserversorgung sicherzustellen. Dies teilte soeben das Polizeipräsidium in einer erneuten Pressemitteilung mit. Auch der Polizeihubschrauber ist mittlerweile im Löscheinsatz und unterstützt mit einem Löschwasserbehälter die Kräfte der Feuerwehr bei der Brandbekämpfung. 

Derzeit ist der Brand laut Polizei unter Kontrolle. Wie lange die Löscharbeiten noch andauern werden ist derzeit noch nicht absehbar.

Aufgrund der Löscharbeiten ist die Gotzenstraße zwischen Königsbachalm und Gotzental sowie der parallel verlaufende Wanderweg Nr. 493 bis auf Weiteres gesperrt, so die Nationalparkverwaltung Berchtesgaden. Der Bootverkehr auf dem Königssee läuft unterdessen wie gewohnt weiter.

Update, 9.20 Uhr: Feuerwehrler starten Brandbekämpfung von oben

Zahlreiche Einsatzkräfte sind derzeit zur Bekämpfung eines Waldbrandes am Ostufer des Königssees im Einsatz. Wie Markus Zimmerer, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, auf Nachfrage von BGLand24.de berichtet, brenne ein Waldstück etwa der Größe 15 mal 50 Meter an der steil abfallenden Kesselwand. Innerhalb dieser Fläche brennt es an mehreren Stellen. Eine massive Rauchentwicklung vor Ort verhindere aber eine genaue Sicht auf den Brandort.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr sind derzeit dabei, eine Schlauchleitung von einer über dem Brand befindlichen Forststraße zum Brand zu legen, so Zimmerer weiter. Ein Angriff von unten ist an dieser Stelle nicht möglich. 

Auch ein Polizeihubschrauber ist zur Unterstützung im Einsatz. Er soll zum einen mit Hilfe eines Löschbehälters bei der Brandbekämpfung helfen. Zum anderen dient er der Lageeinschätzung und soll mögliche weiter entfernte Brandstellen ausfindig machen.

Laut Zimmerer ist der Brand am Morgen gegen 6.40 Uhr gemeldet worden.

Erstmeldung

Derzeit brennt ein Waldstück im Bereich der Kesselwand am Königssee im Nationalpark Berchtesgadener Land. Dies teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd in einer Vorausmeldung soeben mit. Zahlreiche Kräfte der Feuerwehr sind zur Brandbekämpfung vor Ort. 

Auf Grund der schwer zugänglichen Örtlichkeit gestalten sich die Löscharbeiten aber schwierig, so die Polizei. In Kürze kommt ein Polizeihubschrauber mit Löschbehälter um die Feuerwehr bei den Löschmaßnahmen zu unterstützen. Laut Bayernwelle hatte ein Berufsjäger den Brand am Morgen entdeckt und einen Notruf abgesetzt.

Aufgrund der Hitzewelle herrscht derzeit erhöhte Waldbrandgefahr. Der Deutsche Wetterdienst hat in seinem Waldbrandgefahrenindex die Region Berchtesgadener Land jedoch noch verhältnismäßig gering eingestuft. Dort herrst laut DWD Gefahrenstufe 2-3. In den neuen Bundesländern hingegen herrscht Warnstufe 5.

Wie verheerend Waldbrände sein können zeigen derzeit die Brände in Portugal, Griechenland und Kalifornien. In dem amerikanischen Bundesstaat wütet ein Brand der größer ist als die Stadt L.A. und damit der größte in der Geschichte Kaliforniens ist.

Weitere Informationen und Bilder folgen!

mh/Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

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