Teil 4: Herr Bürgermeister, was passiert 2012?

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Stefan Kurz, 1. Bürgermeister der Gemeinde Schönau am Königssee.

Schönau am Königssee - Im vierten Teil unserer Serie steht Schönaus Bürgermeister Stefan Kurz Rede und Antwort zu den anstehenden Gemeindearbeiten im Jahr 2012.

Welche Erwartungen stellen Sie in Gemeindehinsicht an das Jahr 2012?

Ich stelle aus gemeindlicher Sicht keine großen Erwartungen an das Jahr 2012. Der Haupterwerbszweig in unserer Gemeinde ist der Tourismus. Ich gehe davon aus, dass sich der positive Trend in der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee im Bereich Tourismus fortsetzen wird. Damit meine ich die Zahlen von Gästeankünften, Übernachtungen und Besuchern bei Ausflugszielen. Die gesamtpolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind gegeben.

Welche größeren Vorhaben sollen in 2012 beendet beziehungsweise in Angriff genommen werden?

Wir haben in 2011 alle größeren Bauvorhaben beenden können. In 2012 stehen große Planungen aber auch Investitionen an. Es ist vorgesehen, dass wir den letzten Bauabschnitt der Abwasserbeseitigung in Angriff nehmen. Das ist der Bereich Hinterschönau, Schneiderlehen, Dickenlehen und auch einzelne Anwesen. Damit ist dann das gesamte Gemeindegebiet an die öffentliche Kanalisation angeschlossen. Das künftige Trainingszentrum am Jenner im Krautkasergebiet muss heuer geplant werden. Vorgesehen ist der Neubau einer Sesselbahn anstelle des bestehenden Skilifts, die Erweiterung der Beschneiungsanlage, die Errichtung von Ski- und Bordercross-Strecken und die Verlängerung der Skipiste auf dem Gelände des Krautkaserhangs. Die finanzielle Beteiligung von Bund und Land wurde schriftlich bestätigt. Ob und wann 2012 schon mit dem Bau dieser Maßnahme begonnen werden kann, wird sich im Laufe des Jahres zeigen. Die größte Herausforderung für die Gemeinde Schönau am Königssee aber ist die Planung einer neuen Hotelanlage am Königssee. Hier ist geplant, dass auf einem Teil des bisherigen Geländes der Hotel-Königssee-Betriebe und auf einem Teil des ehemaligen Bahnhofgrundstücks eine neue Hotelanlage entsteht. Angedacht sind ein Wellnesshotel mit etwa 120 Zimmern im 4-Sterne-Bereich und ein Familien- und Sporthotel im 3-Sterne-Plus-Bereich mit rund 170 Zimmern. Außerdem sollen Appartements und ein Ladengeschäft entstehen. Die Planungen sollen bis Ende 2012 abgeschlossen sein. Frühestens 2013 könnte dann begonnen werden. Das ganze Projekt wäre nicht nur für unsere Gemeinde, sondern für die ganze Region von großer Bedeutung.

Eine Prognose: Wie wird es in den kommenden Jahren um den Gemeindehaushalt stehen? Sind finanzielle Spielräume wahrscheinlich oder muss der Gürtel enger geschnallt werden?

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland hat sich in den letzten Jahren gebessert. Die Arbeitslosenzahlen sind gesunken. Die Gemeinden konnten schon 2011 mehr einnehmen als in den Haushaltsplänen vorgesehen war. Das wird sich laut Prognosen auch 2012 fortsetzen. Hinzu kommt, dass sich der Tourismusverband Berchtesgaden-Königssee soweit entschuldet hat, sodass die Gemeinden keine Umlage mehr bezahlen müssen. Im Gegenteil, die Gemeinden bekommen aufgrund des guten Ergebnisses 2010 rund 450.000 Euro zurück beziehungsweise müssen sie die vorgesehenen Umlagen für das Jahr 2011 in Höhe von 300.000 Euro nicht zahlen. Das trägt dazu bei, dass es den Gemeinden in den kommenden Jahren finanziell besser gehen wird.

kp

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