Testzeitraum bis zum Jahr 2020

Der RufBus fährt ab 2018 auch in die Schönau

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Der RufBus fährt zukünftig auch in die Schönau
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Schönau - Seit Anfang April 2016 unterstützt der RufBus den RVO im südlichen Landkreis. Zunächst wurden nur die Gemeinden Bischofswiesen, Berchtesgaden und die Ramsau angefahren. Nun ist auch die Schönau in den Verbund eingetreten.

Seit rund anderthalb Jahren fährt der RufBus nun schon im südlichen Teil des Talkessels. A b 2018 soll der RufBus auch die Gemeinde Schönau am Königssee anfahren. Das hat der Gemeinderat auf seiner letzten Sitzung beschlossen. 

Auch in der Schönau fährt der RufBus dann zukünftig die Bushaltestellen an, die auch von den RVO-Bussen angefahren werden. Für die Buchung gelten die gleichen Regeln, wie bei den restlichen RufBussen. Die Entscheidung zugunsten des RufBusses wurde getroffen, obwohl der RufBus bisher in den anderen Gebieten mit rund 20,- Euro pro Fahrt subventioniert wird. So hat der RufBus zum Beispiel alleine im Jahr 2016 die teilnehmenden Gemeinden rund 80.000 Euro gekostet. Die Gemeinde Schönau rechnet für 2018 mit einer Eigenbeteiligung von rund 12.500 Euro pro Jahr. Bis zum Jahr 2021 wird sogar mit einer Eigenbeteiligung von rund 21.000 Euro gerechnet.

Die Steigerung resultiert daraus, dass der RufBus nur bis zum Jahr 2020 gefördert wird. "Ein Ausstieg aus dem RufBus-Verbund sei daher grundsätzlich auch wieder möglich", so Bürgermeister Hannes Rasp. Fürs Erste hat der Gemeinderat der Einführung vom RufBus für die Schönau ab 2018 mehrheitlich zugestimmt. Das Abstimmergebnis lag bei 14:4 Stimmen für den RufBus. 

Klar ist derzeit noch nicht, welches Unternehmen die RufBus-Tätigkeit für die Schönau abwickeln wird. Hier läuft derzeit noch das Vergabeverfahren zwischen den Bewerbern.

Auf dem Prüfstand - der RufBus im nördlichen Landkreis Traunstein

Im nördlichen Landkreis Traunstein steht der RufBus derzeit auf dem Prüfstand. Gerade mal rund ein Fahrgast sitzt im Schnitt in den Bussen  und die öffentliche Hand bezuschusst jede Fahrt mit immerhin 66 Euro.

Das eher geringe Interesse auf manchen Linien und die hohe Bezuschussung führten dazu, dass im Landratsamt zwischendurch darüber diskutiert wurde, den RufBus  aufgrund von ökonomischen und  ökologischen Gründen genauer unter die Lupe zu nehmen und die Rufbus-Linie im Nordwesten eventuell wieder einzustampfen. 

Die Bürgermeister der Gemeinden hingegen wollen keine ersatzlose Streichung akzeptieren. Daher soll dort bis Juni 2018 ein Alternativkonzept ausgearbeitet werden.

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