Rettungskräfte bei weiteren Einsätzen gefordert

Schönau am Königssee - Nach der Bergung des toten Bergsteigers waren Bergwacht, BRK und ein Rettungshubschrauber am Samstag bei weiteren alpinen Einsätzen gefordert.

Nach der großen Vermisstensuche und Totenbergung waren die Bergwacht Berchtesgaden, die BRK-Wasserwacht und die Besatzung von „Christoph 14“ auch am Samstag gleich mehrmals für erschöpfte und intern erkrankte Bergsteiger rund um den Königssee im Einsatz.

Am Samstagmorgen gegen 9.15 Uhr wurde von der Blaueishütte aus ein alpiner Vegetationsbrand gesichtet. Beim Gewitter am vorigen Abend hatte allem Anschein nach der Blitz in der Schärtenwand oberhalb der Blaueishütte eingeschlagen und dabei ein Latschenfeld in einer Spalte in Brand gesetzt. Die Besatzung des Polizeihubschraubers „Edelweiß 1“ übernahm nach der Totenbergung in der Röthwand zusammen mit den Flughelfern der Freiwilligen Feuerwehr Bad Reichenhall die Brandbekämpfung per Außenlastbehälter aus der Luft, wobei am Klausbachhaus der Tallandeplatz eingerichtet wurde. Im Einsatz waren auch die zuständige Ortsfeuerwehr Ramsau, die Bergwacht Ramsau und die Feuerwehr Berchtesgaden. Am Sonntag wurde die Brandbekämpfung mit zwei Polizeihubschraubern fortgesetzt.

Gegen 11.45 Uhr ging ein Notruf von den Priesbergalmen ein, wo ein 72-jähriger einheimischer Wanderer bewusstlos zusammengebrochen war. Nach Erstversorgung durch den Bergwacht-Notarzt wurde der Mann mit dem Rettungsfahrzeug ins Tal gebracht, am Bergwachthaus von einer Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes übernommen und in die Kreisklinik Berchtesgaden gebracht.

Gegen 14.15 Uhr stürzte ein 70-jähriger Urlauber aus Rheinland-Pfalz rund 200 Meter vom Cafe Malerwinkel entfernt vom Rundweg über die Böschung ab, wobei er Glück im Unglück hatte und sich nur leicht am Kopf verletzte. Die Bergwacht Berchtesgaden und eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes versorgten den Mann und brachten ihn dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall. Die Zufahrt war durch mehrere Bäume blockiert, die im Anschluss von der Feuerwehr Königssee entfernt wurden.

Kurz nach 16.30 Uhr ging ein Notruf vom Kaunersteig zwischen Salet- und Gotzenalm ein, wo eine 52-jährige Frau aus der Oberpfalz total erschöpft und intern erkrankt nicht mehr weiterkonnte. Der Berchtesgadener Bergwacht-Einsatzleiter forderte „Christoph 14“ an, der den Mann der Frau dann per Handy-Funk-Zusammenschaltung der Leitstelle auf einer Lichtung im Wald finden konnte. Die Frau wurde per Tau nach St. Bartholomä ausgeflogen, dort durch den Notarzt versorgt und per Hubschrauber zum Krankenhaus geflogen. 

Die Berchtesgadener Wasserwacht brachte zeitgleich mit ihrem Rettungsboot eine Fußmannschaft der Bergwacht nach Salet, die dann sofort durch den Wald aufstieg. Mit dem Boot wurden dann der Ehemann der Patientin und die restlichen Einsatzkräfte zur Seelände zurückgebracht. Der Hubschrauber-Notarzt und die Bergwacht mussten direkt im Anschluss auch die Erstversorgung bei einem Herzinfarkt-Patienten in Königssee übernehmen. Am Abend trafen bei der Bergwacht-Diensthütte am Seeleinsee zwei erschöpfte Wanderer ein, die den Weg bis zu ihrem Nachtquartier in der Wasseralm nicht mehr schafften und dann dort übernachten mussten.

Pressemeldung BRK BGL

Rubriklistenbild: © BRK BGL

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