"Vorbild in Haltung und Pflichterfüllung"

Todesdrama am Königssee: Verstorbener war Gebirgsjäger - er erhält posthum Ehrung

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Schönau am Königssee - Zwei 21-Jährige Männer verloren am 23. April am Königssee ihr Leben, als sie in eine der Gumpen gesprungen sind. Wie jetzt bekannt wurde, war einer der Männer Soldat des Gebirgsjägerbataillons. Er erhielt nun posthum das Ehrenkreuz der Bundeswehr.

Am 23. April starben zwei junge Männer bei einem tragischen Unfall am Königssee. Die beiden 21-Jährigen waren in einer Gumpe des Königsbachfalls baden gegangen. Einer der beiden Männer soll ein Soldat des Gebirgsjägerbataillon 232 in Bischofswiesen gewesen sein, wie die Gebirgsjägerbrigade23 mitteilt. 

Wie weiter berichtet wird, soll der Soldat zuerst aus etwa vier Metern in das Becken gesprungen und wieder aufgetaucht sein. Als der zweite Mann, ein Freund des Gebirgsjägers, in die Gumpe sprang, tauchte dieser nicht wieder auf. Daraufhin tauchte der Soldat ins Wasser, um ihn zu retten. Er verlor dabei selbst sein Leben.

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„Der Soldat wollte seinem Freund, den er bereits seit Kindestagen kannte, zu Hilfe kommen und kam dabei selbst ums Leben“, ist dem Polizeibericht zu entnehmen. Der Soldat wurde jetzt von der Bundeswehr ausgezeichnet. Für seine selbstlose Hilfe wurde dem Verstorbenen nun nachträglich das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold verliehen. Er sei für alle Kameraden "ein Vorbild in Haltung und Pflichterfüllung", so Hauptmann Dirk Sippmann.

Die Einsatzkräfte der Bergwacht, der Wasserretter, sowie der Feuerwehr und des Rettungsdienstes waren vor Ort. Dennoch kam für die beiden jungen Männer trotz eines aufwändigen Einsatzes jede Hilfe zu spät.

In der vier Grad kalten Gumpe befand sich zum Zeitpunkt des Unfall noch sehr viel Schmelzwasser, weshalb die beiden nicht wieder herausgekommen sind. Dieses hat einen sehr hohen Sauerstoffanteil und starken Wasserdruck. Dieser Umstand erschwerte auch erheblich die Rettungsversuche der Einsatzkräfte. "Jede Menge Einsatzkräfte haben unter Hochdruck gearbeitet", fasst der Leiter der Polizeiinspektion Berchtesgaden, Wilhelm Handke, den Einsatz zusammen.

Diskussionen um den Social Media Hotspot

Der Blick, in der Gumpe liegend, über den Königssee, ist ein beliebtes Fotomotiv, dass sich mittlerweile auf vielen Instagram-Kanälen findet. Dieser war aber wohl nicht der Grund, warum die beiden Männer den Königsbachfall aufgesucht haben. Doch der tragische Unfall hat eine Diskussion darüber entfacht, ob der beliebte Social-Media-Hotspot gesperrt werden sollte

ma/Pressemeldung Gebirgsjägerbrigade 23

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