Auf der Bahn in Schönau am Königssee

Markus Huber hat den Vierer-Bob als Laie ausprobiert

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Schönau am Königssee - Die Formel 1 des Wintersports - so nennt Markus Huber das Bobfahren. Am Wochenende hat er einen Geschmack bekommen vomLeben als Bobfahrer.

Spannung, Adrenalin, Respekt und ein klein wenig Angst - so kann man die Formel 1 des Wintersports beschreiben. Zumindest zusammengefasst von Markus Huber. Er hat den Vierer-Bob auf der Bahn in Schönau am Königssee getestet. Als Laie.

Hier sein Bericht von dem Erlebnis:

"Es ist Sonntag, wir schreiben den 4. Februar. Das Wetter ist nebelig, es hat 0 Grad Celsius Außentemperatur und eigentlich herrscht ein Wetter, bei dem man auf der Couch bleibt. Aber nein, nichts ist mit Couch, auf geht’s in die Eisrinne zum Vierer-Bob-fahren - übrigens mein erstes Mal.

Einsteigen, kurze aber knackige Erklärung, kein Zurück mehr. Der Pilot steigt ein, alle krallen sich fest, das Startsignal leuchtet und los geht es.

Mit mehr als 120 Kilometern pro Stunde rasen wir die am Watzmann gelegene Bobbahn hinunter. 14 Kurven und knapp eine Minute lang dauert dieser Adrenalinschub, den ich so noch nicht kannte. Übrigens: Die Profis stellten den Bahnrekord von 48,26 Sekunden am 25. Februar 2017 mit dem Vierer-Bob auf. Also kann man sagen, dass wir es gemütlich angehen lassen mit etwa 60 Sekunden Fahrspaß.

Ein paar Kurven zum Eingewöhnen, die lange Gerade extrem schnell, das Turbodrom - ein 360-Grad-Kreisel, den der Bob komplett in Schräglage durchrast - leitet das Finale ein. In der engen Echowand-Kurve wirkt bei Tempo 100 nochmal ein Mehrfaches des eigenen Gewichts auf den Körper.

Nach der knappen Minute und rund 1.250 Metern Nervenkitzel pur ist die Fahrt zu Ende. Nach dem Aussteigen dauert es etwas, bis die weichen Knie wieder fest sind. Aber das zufriedene Lächeln auf den Gesichtern der Mitfahrer bleibt eine ganze Weile.

Ich möchte mich recht herzlich bei Pilot Thomas bedanken, der vom Anfang bis zum Ende alles super erklärt und durchgeführt hat.

Ich würde sagen, nur wer es live erlebt hat, kann sich in die Lage eines Bobfahrers versetzen und mitfühlen, wie die G-Kräfte auf einen wirken. Übrigens werden kurzfristig bis zu 5G (Erdbeschleunigung) erreicht. Das ist in keinem anderen Fahrgeschäft möglich!"

Markus Huber

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