Helikopter-Rettung des BRK

Drei Bergsteiger aus winterlicher Watzmann-Ostwand gerettet

Schönau am Königssee – Die Berchtesgadener Bergretter und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers "Christoph 14“ haben am Samstagnachmittag drei unverletzte junge Bergsteiger aus der winterlichen Watzmann-Ostwand gerettet. 

Die erfahrenen und gut ausgerüsteten einheimischen Alpinisten waren bei guten Verhältnissen im unteren Wandteil aufgebrochen und wurden dann am Mittag im mittleren Wandteil oberhalb der Inversionsnebeldecke in rund 1.900 Metern Höhe von den durch die Sonneneinstrahlung sehr matschigen Schneeverhältnissen völlig überrascht.

Kein Ausweg für die Bergsteiger

Ein weiterer Aufstieg oder eine Abseilaktion waren aufgrund der Schneeverhältnisse und der Lawinengefahr zu riskant. "Sie trafen dann die einzig richtige Entscheidung und setzten gegen 12.40 Uhr bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf ab“, berichtet Einsatzleiter Stephan Bauhofer. 

„Christoph 14“ flog unterhalb der Inversionsnebeldecke zum Parkplatz Königssee, nahm dort zwei Bergretter auf und schaffte es dann über die Ramsau und das Schapbachtal über den Nebel nach Kühroint, wo die Besatzung landen und das 50 Meter lange Rettungstau montieren konnte. 

Der Pilot flog nach einer Erkundung einen Bergretter per Tau zu den drei Alpinisten, die auf einem steilen Schneefeld an der Wand warteten. Der Retter setzte einen Bohrhaken und baute einen Standplatz; in der Zwischenzeit brachte „Christoph 14“ einen zweiten Bergretter per Tau und flog dann alle drei Bergsteiger nacheinander zusammen mit den Rettern nach Kühroint aus. 

Rettungsaktion dauert dreiviertel Stunde

Insgesamt dauerten die vier Tau-Rettungsflüge rund eine dreiviertel Stunde, wobei zweitweise Kühroint aufgrund der wechselnden Nebelverhältnisse nicht mehr erreichbar war. Die Bergretter brachten die drei Alpinisten von dort aus per Fahrzeug über die vereiste Forststraße ins Tal. Die Reichenhaller Bergwacht tankte "Christoph 14“ am Ramsauer Sportplatz per Kerosinanhänger wieder auf. Der Einsatz dauerte bis 16 Uhr.

Bereits am Freitagabend gegen 19 Uhr meldete sich ein verstiegener Schneeschuhgeher vom Jenner, der von der Bahn aus zum Stahlhaus aufsteigen wollte und in der Dunkelheit den Weg verloren hatte. Die Berchtesgadener Bergretter telefonierten mit dem Wirt des Stahlhauses, der Ersthelfer losschickte, die den Mann dann im Mühlgraben nur unweit des Sommerwegs fanden und zur Hütte begleiteten.

Pressemitteilung BRK Berchtesgadener Land

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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