Regierung gibt grünes Licht in Schönau am Königssee

Investor aus Österreich darf Bauanträge für Großprojekt stellen

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So könnte der neue Hotelkomplex am Königssee aussehen.
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Schönau am Königssee - Nachdem Ende August der Gemeinderat seinen Entschluss zu einer Umgestaltung des Ortszentrums bekräftigte, hat nun die Regierung von Oberbayern aus landesplanerischer Sicht grünes Licht für das Vorhaben gegeben.

In Schönau am Königssee nimmt das Großprojekt des österreichischen Investors Martin Harlander immer mehr Fahrt auf. Nachdem zuerst der Gemeinderat seine Zustimmung signalisierte, hat nun die Regierung von Oberbayern das Raumordnungsverfahren abgeschlossen und grünes Licht für die Umgestaltung des Schönauer Ortsteils Königssee gegeben. Nun darf Investor Martin Harlander die Bauanträge stellen.

Das Konzept der Resort Königssee GmbH sieht folgende Projekte vor:

  • 4-Sterne Hotel mit etwa 280 Betten, Wellness- und Tagungsbereich und Gastronomieangeboten sowie 10 an das Stammhaus angegliederte „Waldzimmer“
  • „Junges Hotel“ mit etwa 170 Betten (3-Sterne-Niveau)
  • Geschäftshaus mit Handels- und Dienstleistungsflächen,
  • Erweiterung des bestehenden „Hotels Königssee“ um 88 Betten
  • Neuerrichtung des Gebäudes von „Intersport Renoth“ an der Seestraße
  • Schaffung eines zentralen Dorfplatzes
  • Städtebaulich harmonische Einbindung des historischen Bahnhofs

"Auswirkung auf Orts- und Landschaftsbild am Königssee gering halten"

Das Areal ist derzeit bereits bebaut. In dem Baufeld befinden sich etwa 12 brachliegende Gebäude, die in den 70er Jahren errichtet wurden. Von 1982 bis 2003 wurden diese Gebäude teilweise als Unterkünfte für Asylbewerber genutzt. Ziel ist es ein vielschichtiges Ortszentrum mit Dorfcharakter um einen neu zu erstellenden Dorfplatz zu schaffen. Die neu entstehenden Gebäude werden mit einer Tiefgarage unterirdisch angebunden. Hierdurch soll der Verkehr bereits am Rande des Projektgebietes gezielt abgeleitet werden.

Die Regierung von Oberbayern fordert aber insbesondere, dass die Auswirkungen auf das Orts- und Landschaftsbild so gering wie möglich gehalten werden. Die Inanspruchnahme von Wald durch die geplante Hotelnutzung ist durch geeignete Maßnahmen auszugleichen. Weiterhin ist den Belangen des Hochwasserschutzes Rechnung zu tragen. Die Baumaßnahmen sind so flächensparend und versiegelungsarm wie möglich auszugestalten. Zweitwohnungen sollen vermieden werden.

Bereits hohe zweistellige Millionensumme investiert

Der österreichische Unternehmer Martin Harlander beziffert die Investitionssumme auf eine hohe zweistellige Millionensumme. "Wir bemühen uns sehr, für diesen Ort etwas zu schaffen, von dem alle Beteiligten langfristig etwas haben", erklärt Patrick Lüth vom Planungsbüro Snohetta im April, als das Projekt vor Ort vorgestellt wird. "Wir brauchen nicht reden, der Königssee ist fantastisch, aber was in der zweiten Reihe der Seestraße derzeit geschieht ist furchtbar und nicht tragbar."

Neue Impulse für den Königssee 

"Unsere Geschichte und unsere Entwicklung ist seit weit über 100 Jahren mit dem Tourismus verbunden und wir erzielen nach einer Studie weit über 50 Prozent unseres Primäreinkommens aus dem Tourismus", erklärt Bürgermeister Hannes Rasp bei einer Bürgerversammlung im April. "Ich bin überzeugt, dass die neue Hotelanlage der vorhandenen Seestraße einen ähnlichen Ruck geben wird, wie das Hotel Edelweiß für den Markt Berchtesgaden."

mh/Pressemitteilung Regierung von Oberbayern

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