Aufzüge und Fahrtreppen

"Ungetüme" für Jennerbahn in Schönau angeliefert

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Schönau am Königssee - Eine Großlieferung mit Aufzügen und Fahrtreppen hat nun die Großbaustelle der Jennerbahn erreicht. Die Anlagen sollen bis Mitte 2018 jeweils in die Tal-, Mittel- und Bergstation auf rund 630, 1200 und 1800 Metern eingebaut und in Betrieb genommen werden.

„Die Aufzugsanlagen und vor allem die mehr als sechs Tonnen schweren Fahrtreppen in so großer Höhe und bei diesen Umgebungsbedingungen in ein Gebäude einzubauen, ist eine große Herausforderung für Mensch und Maschine“, sagt Mathias Musculus, Leiter Großprojekte bei der Lieferfirma. Denn jede Komponente muss punktgenau angeliefert und verbaut werden. Erschwerend komme hinzu, dass die Arbeiter bei der Montage den Wetterbedingungen am Berg ausgesetzt sind. 

Rückspeisende Aufzugstechnik soll an der Jennerbahn Funktionalität mit Umweltschutz verbinden. Dazu wurde ein regenerativer Antrieb entwickelt, der überschüssige Energie in das Aufzugssystem, wahlweise in das gebäudeinterne Stromnetz zurückspeist, anstatt sie ungenutzt als Wärme an die Umgebung abzugeben. Die eingesetzte Technologie soll bei einem regulärem Betrieb im Vergleich zu nicht-regenerativen Systemen bis zu 75 Prozent Antriebsenergie einsparen. 

Das gelieferte, maschinenraumlose Aufzugsmodell soll vor allem bei Gebäuden mit hohem Verkehrsaufkommen geeignet sein und damit ideal für die Jennerbahn, die durch den Neubau mehr als doppelt so viele Fahrgäste wie bisher auf ihren Berg transportieren soll. „Die Aufzüge und Fahrtreppen haben uns durch ihre ökologischen Vorzüge und die nachweisbare Sicherheit überzeugt“, sagt Michael Emberger, Vorstand der Berchtesgadener Bergbahn AG.

Kilian Pfeiffer

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