Nach monatelangen Arbeiten in Schönau am Königssee

Erster Teil der Jennerbahn wird am Wochenende eröffnet

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Ab sofort hat die neue Jennerbahn geöffnet und fährt bis zur Mittelstation. An diesem Wochenende zahlen Gäste pro Fahrt so viel sie wollen und bestimmen den Fahrpreis damit selbst.
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Schönau am Königssee - Nach monatelangen Arbeiten können Besucher am Wochenende bereits den ersten Teil der neuen Jennerbahn ausprobieren. Ab der Mittelstation muss der Gipfel allerdings zu Fuß erklommen werden.

Der erste Teil der neuen Jenner-Bahn wird am Wochenende eröffnet. Am 4. und 5. August können die ersten Gäste nach monatelanger Pause die neuen Kabinen ausprobieren. Und das mit einem kleinen Fest und einer besonderen Aktion. "Zahl so viel Du willst – Sie bestimmen Ihren Fahrpreis für die erste Fahrt mit unseren neuen Zehnerkabinen", informiert die Berchtesgadener Bergbahn AG auf ihrer Internetseite.

Bis Freitag werden noch Details an den Stationen im Tal und in der Mitte erledigt. Dann kann es losgehen. Allerdings fährt die Bahn vorerst nur bis zur Mittelstation in rund 1.200 Metern Höhe. Die restliche Strecke nach oben muss noch modernisiert werden.

Jedoch sind die Außenanlagen bereits begrünt und ist auch eine Bushaltestelle der Regionalverkehr Oberbayern GmbH, kurz RVO, vor dem Jennerbahn-Gebäude, also der  Talstation, eingerichtet. Auch neue Informationstafeln sind installiert worden, um Besucher zu informieren.

Die alten Gondeln der Jennerbahn sind durch moderne Zehnerkabinen ersetzt worden. Ab der Mittelstation müssen Besucher dann jedoch vorerst weiter nach oben wandern. Die neue Talstation verfügt über barrierefreie Eingänge und ist daher auch für Rollstuhlfahrer, Senioren mit Rollatoren und Familien mit Kinderwagen zu erreichen. Rolltreppen und ein Aufzug erleichtern den Weg zur Seilbahnstation.

Verläuft alles nach Plan, ist für den kommenden Winter geplant neben der Sektion 1 der Jennerbahn und der Krautkaser-Sesselbahn auch die neue Sechsersesselbahn der Jennerwiese in Betrieb zu nehmen.

Am 28. März 2017 hat der Neubau der Jennerbahn mit einem offiziellen Spatenstich begonnen. Zuvor ist bereits das alte Gebäude abgerissen worden. In den Umbau der Jennerbahn werden mehr als 47 Millionen Euro investiert.

Im Jahr 1953 hat die alte Jennerbahn ihren Betrieb aufgenommen. Nach 64 Jahren treuer und guter Dienste haben die alten Gondeln jedoch ausgedient. Hat die alte Bahn mit ihren Zweiergondeln etwa 500 Personen pro Stunde auf den Berg transportieren können, wird die neue bis zu 1.600 Personen pro Stunde schaffen.

Neben der Jennerbahn werden auch die Sesselbahnen Mitterkaser und Jennerwiesen modernisiert und zu Sechsersesselbahnen umgestaltet.

Zwischendurch hat es auch Probleme beim Ausbau gegeben. Daher hat sich die Fertigstellung nach hinten verschoben.

ksl

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