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Unschätzbarer Standortfaktor

Junge Union BGL auf Ortstermin bei der Bob- und Rodelbahn in Schönau am Königssee

Alexander Resch erklärt, wie es künftig mit der Bahn weitergehen soll
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Alexander Resch erklärt, wie es künftig mit der Bahn weitergehen soll.

Schönau am Königssee – Bei einer Besichtigung der Bob- und Rodelbahn machte sich die Junge Union Berchtesgadener Land ein eigenes Bild von der Zerstörung des oberen Teils und setzt sich für den Wiederaufbau ein.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Die Mitglieder der JU BGL trafen sich bei dichtem Schneetreiben an der Kunsteisbahn am Königssee gemeinsam mit Landrat Bernhard Kern, CSU-Fraktionssprecher Thomas Weber und dem Vertreter des Bob- und Schlittenverbandes (BSD) Alexander Resch, um sich vor Ort darüber zu informieren, wie schwer die Bahn tatsächlich beschädigt wurde und ob ein Wiederaufbau wirklich lohnenswert sei. Gleich zu Beginn stellte Landrat Kern klar: „Die Bahn ist nicht vollkommen zerstört, so wie es den Medien hin und wieder zu entnehmen war. Betroffen ist lediglich der obere Teil der Bahn, dies sind ca. 20 %.“ Dem pflichtete auch BSD-Vorstand Resch bei. „Bei vielen sind noch die Bilder nach dem Hochwasser im Kopf, dabei können wir hier schon wieder vom Kreisel trainieren, wenn es kalt genug ist.“ Die entscheidende Frage bei einem Aufbau seien natürlich die Kosten, meinte Kern. Auch hier müsse mit einem Mythos aufgeräumt werden: „Die herumgeisternden 53,5 Mio. Euro resultieren ja nur auf Grund einer Schätzung von 40 Millionen zzgl. Baunebenkosten und MwSt. Das ist die absolute Obergrenze, die uns der Freistaat Bayern schriftlich zugesichert hat. Das heißt, der Landkreis muss für den Aufbau kein Geld in die Hand nehmen, keines der sonstigen Projekte muss wegen der Bahn zurückstecken.“ Nachverhandlungen seien immer schwierig, daher diese Maximalforderung, stimmte ihm Thomas Weber zu. Es sei vor allem darum gegangen, dass der Landkreis im schlimmsten Fall nicht auf den Kosten sitzen bleibe.

Auch die Frage, ob es überhaupt eine solche Bahn brauche, wurde debattiert und dabei der deren großer Nutzen für die Region herausgestellt. „Die Bahn wird von Sportlern aus der ganzen Welt genutzt und ist in jeder Saison Schauplatz für Weltcups oder Weltmeisterschaften. Die Bahn ist für den Landkreis ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor“, erklärte Alexander Resch. Außerdem sei die Bahn bzw. der BSD als betreuender Verband eine wichtige Stütze in der Jugendarbeit im Talkessel. In Summe verantworten wir inkl. unserem Engagement beim Bayerischen Bob- und Schlittenverband und bei Sport-Talent etwa 450 Kinder und Jugendliche. Die Kinder können ebenso wie der Leistungssport die große Rodlerhalle gegenüber der Watzmann Therme nutzen, die ebenfalls vom BSD betrieben und finanziert wird. Wenn die Bob- und Rodelbahn wegfällt, dann wird auch der BSD über kurz oder lang seinen Hauptsitz an einen anderen Standort verlegen.

Die JUler mit Landrat Kern (rechts) und Alexander Resch (2. von links).

Ein weiterer wichtiger Punkt für uns ist die Vereinbarkeit mit dem Naturschutz. Hierzu ist zunächst die Fachexpertise der Geologen ausschlaggebend, so Resch. Man müsse natürlich vermeiden, dass ein neuerlicher Murenabgang die Bahn wieder beschädige und daher plane man ohnehin, den Teil der Bahn, der oberhalb des Klingerbachs liege, abzutragen, um dort der Natur Platz für weiteres mögliches Geschiebegeröll zu schaffen.

In der Jungen Union herrscht Einigkeit darüber, dass die Bahn unbedingt wiederhergestellt werden muss, da die Vorteile deutlich überwiegen. „Es ist unübersehbar, welchen Nutzen die Kunsteisbahn für unseren Landkreis hat, sei es für die Jugendarbeit, für den Tourismus oder für weitere wirtschaftliche Effekte. Diese dürfen wir unter keinen Umständen verlieren, zumal bei einem Rückbau der Landkreis – anders als beim Aufbau – auch noch auf den Kosten sitzen bliebe“, meinte Hannah Lotze, die Kreisvorsitzende der Jungen Union. Ihr Stellvertreter und CSU-Ortsvorsitzender aus Schönau am Königssee, Florian Schwaiger, stimmte zu: „Die Kunsteisbahn ist und bleibt ein wichtiger Standortfaktor, den wir uns nicht nehmen lassen dürfen.“

Pressemeldung der JU BGL

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