Hitzige Diskussion in der Gemeinde Schönau

Wie geht es mit dem Wahlbaum weiter?

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Wahlbaum Schönau am Königssee
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Schönau: Der Bürgermeister der Gemeinde Schönau am Königssee hat auf der vergangenen Gemeinderatssitzung die geplante Umgestaltung der Kreisstraße BGL1 vorgestellt. Die Pläne haben zu großem Unmut in der Bevölkerung geführt:

Auf der vergangenen Gemeinderatssitzung hat Hannes Rasp, Bürgermeister der Gemeinde Schönau am Königssee, Pläne zum Ausbau der Kreisstraße BGL1 vorgestellt. Notwendig ist der Ausbau laut dem Staatlichem Bauamt Traunstein "aufgrund von Entwässerungsproblemen auf Höhe der Bäckerei Bründl. Regen-, bzw. Tauwasser fließen dort in Einlaufschächte und von dort in Sickerschächte. Bei zunehmenden Starkregenereignissen setzen sich diese Sickerschächte vermehrt zu und laufen dann über. Außerdem müssen sie mittlerweile rund alle zwei Jahre aufwendig gereinigt werden.

Die einzige Möglichkeit hier dem Wasser Herr zu werden ist, dieses in Längsleitungen in Richtung Schönau abzuführen und dort nach erster Vorklärung in einem größeren Becken zu versickern.

Diese Baumaßnahmen sind geplant

Bei einem Ausbau der Straße würde diese von Grund auf erneuert. Die bestehende Straße habe "keinen ausreichend dicken Asphaltaufbau und nicht die erforderliche Frostschutzschicht, genau wie der Gehweg, der vermutlich ebenfalls im Zusammenhang mit der Straße angepasst oder erneuert werden muss. Im Zuge eines Neubaus der Kreuzung würde dann auch der Wahlbaum wegfallen", so Martin Bambach vom Bauamt Traunstein.

Aber um genau diesen Wahlbaum ist nun eine rege Diskussion in der Bevölkerung entstanden.

Nachgefragt beim Bauamt

BGLand24.de hat bei Martin Bambach nachgefragt, welche unterschiedlichen Möglichkeiten es gäbe hinsichtlich der Kreuzung.

"Hält man sich an die aktuelle Entwurfsplanung und an die Pläne, die Kreuzung Richtlinien konform umzubauen, so müsste der Baum wegfallen. Möchte man den Baum an Ort und Stelle belassen, dann müsste man die Straße und den Gehweg umplanen, hätte aber immer noch eine unübersichtliche Kreuzung. 

Eine dritte Möglichkeit wäre noch, den Baum zu versetzen, was bei der Errichtung des Porsche Traumwerks in Anger wie auch in Freilassing beim Globus-Markt bereits erfolgreich durchgeführt werden konnte. Hier wurden ebenfalls einige Bäume versetzt, die mittlerweile wieder hervorragend angewachsen sind. 

Bei einer Linde dürfte das kein Problem sein". Wichtig wird in den kommenden Wochen sein, die erforderlichen Änderungen der Entwurfsplanung zwischen der Gemeinde und dem Landkreis abzustimmen, damit alle Genehmigungen (Kreisausschuss, Gemeinderat) bis Herbst vorhanden sind und im kommenden Jahr der Ausbau erfolgen kann!

Und was sagt das Landratsamt?

„Bisher ist noch nichts entschieden. Wir lassen derzeit vom Staatlichen Bauamt Traunstein alle Varianten prüfen und werden dabei die vorgebrachten Belange in die Abwägung einbeziehen.

Wenn es eine sinnvolle und vertretbare Möglichkeit gibt den Baum zu erhalten, wird das sicher bei der Entscheidung über die Ausbauvariante berücksichtigt", so Andreas Bratzdrum, Pressesprecher Landratsamt Berchtesgadener Land.

Nachgefragt bei Hannes Rasp

Ich würde mich auch sehr freuen, wenn der Baum erhalten bleiben würde, aber ein sinnvoller Straßenausbau ist natürlich auch sehr wichtig. Ich könnte mir zum Beispiel auch gut vorstellen, dass man den Baum im Rahmen der Straßenbaumaßnahmen einfach umpflanzt. 

Südlich des aktuellen Standortes von dem Wahlbaum würden wir eine schöne freie Fläche bekommen, an der wir nicht nur den Baum hinpflanzen können, sondern auch endlich mal das Bushäuschen für die Kinder, was wir schon so lange gerne machen würden“, so Hannes Rasp, 1. Bürgermeister der Gemeinde Schönau am Königssee.

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