Eisige Kälte im Berchtesgadener Land

Wann friert der Königssee zu?

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Wann friert der Königssee zu?
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Schönau am Königssee - Bayern gleicht derzeit in vielen Regionen einem Eisschrank. Vielerorts glitzern die Seen und Bäche schon verführerisch eisig. Auch am Königssee gibt es schon viele zugefrorene Bereiche:

Bayern gleicht derzeit in vielen Regionen einem Eisschrank. Die Landschaft ist schneebedeckt und es glitzern viele kleine zugefrorene Seen und Bächlein in der strahlenden Wintersonne. Auch am Königssee gibt es schon viele zugefrorene Bereiche. Trotzdem, das eisige Glück trügt, noch sind die zugefrorenen Stellen nicht sicher und schnell ist man eingebrochen.

Friert in diesem Jahr der Königssee wieder zu?

BGLand24.de hat Michael Grießer, den Geschäftsführer der Bayerischen Seenschifffahrt gefragt, wie die Situation derzeit am Königssee beurteilt wird und ob man in diesem Jahr damit rechnen darf, dass der See wie vor elf Jahren wieder einmal zufriert. Damals war der See über mehrere Wochen zugefroren und zehntausende Menschen spazierten im Januar und Februar 2006 über den zugefrorenen See. Die Eisdecke betrug teilweise bis zu 40 Zentimeter.

"Kalte Kälte ist nicht gut zum Zufrieren" 

Wann friert der Königssee zu?

"Es gibt derzeit noch viele offene Stellen, denn der See ist nur an der Seelände und von Salet bis St. Bartholomä gefroren. Das sieht man auch auf den Bildern, die man über die Webcams einsehen kann. In den anderen Bereichen ist der Königssee noch relativ frei", so Michael Grießer. Und ergänzt: "Die derzeitigen tiefen Temperaturen, sozusagen die kalte Kälte, sind für das Zufrieren des Sees auch eigentlich gar nicht so gut. Ideal hingegen sind Temperaturen um die -4 bis -5 Grad. Außerdem gilt, je windstiller desto besser, damit der Wellengang so gering wie möglich bleibt. Niederschlag wie Regen oder Schnee sind ebenfalls eher hinderlich für eine schnelle Vereisung."

Auch die zuständigen Mitarbeiter der Bayerischen Seenschifffahrt, die schon seit vielen Jahren den Königssee ganz genau kennen, schütteln den Kopf: "Das kann man derzeit noch überhaupt nicht sagen, wie schnell man mit einer Vereisung rechnen kann und ob es in diesem Jahr wieder einmal möglich ist, über den See zu spazieren".

Und Michael Grießer ergänzt: "Vor elf Jahren erfolgte die Vereisung zum Ende hin sehr schnell. Damals fuhren einige Jäger mit ihrem Boot am Morgen noch über den See und wenige Stunden später kamen sie schon nicht mehr zurück. Soweit sind wir aber noch lange nicht. Die Schifffahrt auf dem See haben wir mittlerweile eingestellt, allerdings um die Boote zu schützen. Denn die Eisschollen können hier immense Schäden anrichten".

Vorsicht Lebensgefahr - Das Eis trägt noch nicht!

Auch die Wasserwacht des BRK sowie die Polizei und Rettungsdienste warnen eindringlich davor, zugefrorene Stellen zu betreten.

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