Betreiber Pit Kurz räumt mit Gerüchten auf

Seit dem Corona-Lockdown zu: Endet die Ära „Kaserbar“ in Schönau am Königssee?

Kaserbar, Schönau am Königssee, Schriftzug
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Nicht nur der Schriftzug bleibt. Auch die Disco Kaserbar in Schönau am Königssee sperrt nicht zu.

Schönau am Königssee - Sie ist eine Institution am Königssee. Seit 50 Jahren gibt es die Diskothek Kaserbar in der Seestraße. Doch seit 15. März häufen sich aufgrund der Corona-Schließung die Gerüchte, dass Betreiber Pit Kurz nicht mehr aufsperren wird. BGLand24.de hat nachgefragt.

„Der Pit sperrt nicht mehr auf.“ Dieses Gerücht hält sich seit dem Corona-Lockdown am 15. März konsequent im Berchtesgadener Talkessel. Gemeint ist damit die Discothek Kaserbar am Königssee. Dabei handelt es sich nicht nur um eine Disco, sondern um eine Institution im Berchtesgadener Land. Seit 52 Jahren gibt es die Kaserbar, seit 37 Jahren wird sie von Pit Kurz geführt. Doch damit soll jetzt Schluss sein? Andere Gerüchte reden sogar davon, dass das Gebäude abgerissen werden soll.


„Da ist nichts dran“, hat BGLand24.de von Pit Kurz selbst erfahren. Er sitzt seit über einem halben Jahr zuhause und kann nichts machen. Aber dass er deswegen mit der Kaserbar abgeschlossen hat, dementiert er klar: „Sobald der Impfstoff da ist, sperren wir wieder auf. Ich zahle doch nicht zehn Monate lang Pacht und Nebenkosten und habe am Ende nichts davon.“ Die Jugend im Landkreis kann also aufatmen. So schnell ist die Kaserbar nicht klein zu kriegen.


Zukunft der Kaserbar liegt in Händen der Corona-Forscher

Allerdings weiß auch Pit Kurz nicht, wann er wieder aufsperren darf. Seit er am 15. März erfahren hat, dass er zusperren muss, gab es keinerlei neue Anweisungen oder einen Kontakt zu einer Behörde oder gar zum Ministerium. „Ich kann nur abwarten und optimistisch sein“, versucht er es positiv zu sehen. Die Zukunft der Kaserbar liege in den Händen der Forscher, denn ohne Impfstoff hat der 68-Jährige wenig Hoffnung, seine Kaserbar wieder öffnen zu dürfen.

Für ihn ist es genauso hart wie für die Jugendlichen, dass die einzig im Talkessel verbliebene Disco nicht aufsperren darf. Kurz kann die Feierwilligen aber insofern beruhigen, dass auch an dem Gerücht, das Haus an der Seestraße 2 und somit auch die Discothek Kaserbar würden abgerissen werden, nichts dran ist. „Ich betreibe die Kaserbar solange ich gesund bin.“

In der momentanen Situation sind ihm allerdings die Hände gebunden. Gab es anfangs noch Kaserbar Feeling über Facebook live, ist es seit 27. Mai still geworden auf der Facebook-Seite und auch um die Kaserbar. Pit Kurz hofft, dass sich das wieder ändert. Nur wann? „Das macht der Staat“, so der 68-Jährige.

cz

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