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Am Pletzgraben in Schönau am Königssee

Nach Hochwasser 2021: Erhebliche Gefahr wegen instabilem Felsblock - auch privates Grundstück bedroht

Instabiler Felsblock (links) über dem Pletzgraben
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Instabiler Felsblock (links) über dem Pletzgraben.

Spätfolgen der Extremniederschläge aus dem Juli 2021 zwingen die Gemeinde Schönau am Königssee und die Bayerischen Staatsforsten zum Handeln. Es gilt den Pletzgraben für künftige Hochwasser freizuhalten und weitere Schäden durch einen sich langsam bewegenden Felsblock abzuwenden.

Die Meldung im Wortlaut:

Schönau am Königssee - Seit der Hochwasserkatastrophe im Juli letzten Jahres bewegt sich ein etwa 3.000 Tonnen schwerer Felsblock mit einer geschätzten Seitenlänge von zehn Metern aus dem Staatswald in Richtung Seestraße. Während des Hochwassers wurde er unterspült und ist seitdem instabil. Der Felsblock liegt am Rande des Staatswaldes und lehnt sich über den im Eigentum der Gemeinde Schönau am Königssee befindlichen Pletzgraben. Bedroht ist auch ein privates Grundstück.

Obwohl er dort seit dem Starkregenereignis auf einem kleineren Felsblock aufliegt, bewegt er sich kontinuierlich weiter. Zwischen beiden Felsen fließt der Pletzgraben hindurch. Es besteht aktuell die Gefahr einer Tiefenerosion unter dem abgekippten Felsen. Der Durchflussquerschnitt ist laut dem beauftragten Geologen Dr. Stefan Kellerbauer für die im Projekt Ausbau Pletzgraben vorgesehene Abflussmenge von einem Kubikmeter pro Sekunde ausreichend. Bei

Starkniederschlägen müssen aber bis zu zwölf Kubikmeter pro Sekunde abfließen können. Dies ist nicht möglich, sodass bei einem Starkregenereignis mit einem unkontrollierten Überlauf des Grabens oder mit folgenschweren Bewegungen des Felsblocks zu rechnen ist.

Seit Oktober 2021 werden die Felsbewegungen auf Anordnung der Gemeinde Schönau am Königssee vom Ingenieur Martin Wagner aus Marktschellenberg in Zusammenarbeit mit dem Geologen Dr. Kellerbauer beobachtet. Als dauerhafte Lösung wurde den Bayerischen Staatsforsten empfohlen, den Felsblock durch Abtragung zu entfernen. Nur so kann die latente und immer wiederkehrende Gefährdung dauerhaft beseitigt werden.

Der Bürgermeister der Gemeinde Schönau am Königssee Hannes Rasp sieht ebenfalls keine Möglichkeiten zum Erhalt des Felsblocks an dieser Stelle. „Bei einem erneuten Starkregen kann nicht ausgeschlossen werden, dass der vom Felsblock teilweise versperrte Pletzgraben über seine Ufer geht und die Siedlung am Königssee erneut überschwemmt,“ warnt der Bürgermeister. „Diese Gefahr kann den Bürgern der Gemeinde nicht zugemutet werden“ so Rasp.

„Die Bayerischen Staatsforsten werden zeitnah den problematischen Felsblock abtragen lassen, um weitere Gefahren zu vermeiden“ betont auch Forstbetriebsleiter Dr. Daniel Müller. Die Abtragung des Felsblocks wird vom AELF Traunstein im Rahmen der vorhandenen Hochwassermittel des Bundes finanziell gefördert.

Pressemeldung Bayerische Staatsforsten

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