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„In den Bergen dahoam“

Wenn Lyrik auf dem Weg zum Gipfel entsteht: Schönauerin Lene Koch veröffentlicht Gedichtband

Lene Koch mit Familie bei ihrer Lesung aus dem Gedichtband „In den Bergen dahoam“.
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Lene Koch mit Familie bei ihrer Lesung aus dem Gedichtband „In den Bergen dahoam“.

„In den Bergen dahoam“ ist Lene Koch. Die Schönauerin, Autorin des gleichnamigen Buchbandes, hat auf den Gipfeln ihrer Heimat die Erfüllung gefunden und die vergangenen zwei Jahre zum Dichten genutzt: Lockdown als Auszeit für Grenzerfahrungen, Freundschaft und die raue Natur. Herausgekommen ist eine Sammlung von Gedichten, die sie bei einer Lesung im Schönauer Rathaus präsentierte.

Schönau am Königssee – „Ich liebe es zu schreiben. Es fasziniert mich, in eine Welt zu tauchen, die noch nicht existiert“, das schreibt die 39-Jährige auf ihrer Webseite. Im Gegensatz dazu ist die Welt aus ihrem Gedichtband ganz real. Ihr Thema sind die Berchtesgadener Alpen.

68 Gedichte, die am Gipfelkreuz entstanden

„Alle Gedichte sind in den Bergen oder am Gipfelkreuz entstanden“, sagt Lene Koch vor Zuhörerschaft und stellt zunächst klar: „Reden vor Publikum ist nicht meine Welt. Das letzte Mal tat ich das als Klassensprecherin.“ Die Corona-Pandemie sei für die zweifache Mama Gelegenheit und Chance zugleich gewesen, „jedes Mal, wenn ich rauf ging, meine Gedanken zu formen“. Sie sei begeisterte Berg- und Skitourengeherin, ein Bergfex, eben „eine ganz normale Schönauerin“. 

Im Laufe der Zeit sammelte sie auf ihren Touren durch die heimische Bergwelt viel Material. Um dieses nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, nahm sie sich Stift und ein Büchlein und notierte die geformten Gedanken, die ihr beim Berggehen durch den Kopf gegangen waren. 68 Gedichte sind schließlich zusammen gekommen. Jedes davon bekam einen Titel, angelehnt an den Inhalt: „Brotzeit am Berg“, „Grenzenlos“, „Mei Hüttn“. Die Themen, mit denen sich Lene Koch in Paar- und Kreuzreimen beschäftigt, sind dabei vielfältig: „Berghütten, Extremsport, Durchhaltekraft, Hüttenromantik, Almsommer, Bergwinter oder einfach eine unstillbare Sehnsucht nach den Bergen“, sagt die Autorin. 

Die 50 schönsten Bilder

Ohne passendes Bild sei ein Gedicht bei Weitem nicht so aussagekräftig, ist die Bergbegeisterte überzeugt. Freunde und Bekannte versorgten sie mit passendem Fotomaterial von Touren, Almen und Bergblicken. „Mir war wichtig, dass echte, ungestellte Fotos unserer Heimat den Inhalt meiner Gedanken reflektieren und sich die Leser in den Gedichten und Impressionen wiederfinden.“ Aus 300 Bildern wählte Lene Koch schließlich die 50 schönsten aus und sortierte sie in das zunächst selbst gestaltete Gedichtbüchlein ein. „Das gefiel mir.“ 

Innerhalb von zwei Jahren entstanden

Es sei aber „zu schade gewesen“, das Werk nur in der Familie zu verschenken. Deshalb nahm sie Kontakt zu einem Verlag auf, der Interesse an der Veröffentlichung des Gedichtwerks hatte und einen „professionellen Touch“ verlieh. Lene Koch ist stolz auf die nun erschienene Kleinauflage. Auf 72 Buchseiten findet sich das Sammelsurium an Gedichten, davon drei in Mundart. „Von der Idee bis zur Rohfassung vergingen eineinhalb Jahre und von der Rohfassung bis zur Veröffentlichung noch einmal sechs Monate“, so die Schönauerin. 

„Man sollte sich mehr Ruhe und Pausen gönnen“, sagt Lene Koch, während sie eine Auswahl der Verse mit persönlich gesammelter Lebenserfahrung vorträgt. „Sehnsucht“ heißt eines davon. Es handelt von Freunden, die weggingen, um schließlich in die Heimat zurückzukehren. „Viele meiner Bekannten haben nach der Schule das Berchtesgadener Land verlassen“, sagt die Autorin. „Nach der Ausbildung kamen sie aber wieder nach Hause zurück.“

Im Gedicht „Happiness“ beschreibt sie ihre persönliche Vorstellung von Glück: „Glücklich bin ich, wenn ich meinen Kindern beim Spielen zusehe, beim Schwammerlsuchen, oder wenn ich auf den Bergen bin“, sagt Lene Koch: „Du kannst mich verstehen / Es steht dir im Blick / Ruft der Berg! Muss ich gehn / und nichts hält mich zurück.“ „In den Bergen dahoam“ ist im Plenk-Verlag erschienen.

kp

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