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Trotz Hürden: Hüttenwirt der schönste Job

Langjähriger Hüttenwirt vom Dr. Hugo Beck-Haus wechselt auf den Ahornkaser am Roßfeld

Dr. Hugo Beck-Haus Patrick Walser Ahornkaser Roßfeld Jenner Hüttenwirt
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Definitiv keine „Heidi-Idylle“, aber dennoch der schönste Job: Patrick Walser ist seit Jahren Hüttenwirt im Dr. Hugo Beck-Haus und wechselt bald in den Ahornkaser aufs Roßfeld.

Trotz Hürden wie Corona, der Jennerbahn-Baustelle und einem Murenabgang ist Patrick Walser auch nach sechs Jahren überzeugt: Hüttenwirt ist einer der schönsten Jobs, die es gibt. Der Gastronom und sein Team wechseln 2023 vom Dr. Hugo Beck-Haus in den Ahornkaser.

Schönau am Königssee/Berchtesgaden - Seit Frühjahr 2017 bewirtschaftet Patrick Walser das Dr. Hugo Beck-Haus am Jenner. Die Hütte ist beliebt und bekannt bei Wanderern im Sommer und Alpinsportlern im Winter. Auch nach seinem fünften Sommer in der Hütte blickt Walser trotz aller Schwierigkeiten gerne auf seine Zeit im Haus zurück.

Hüttenwirt Patrick Walser wechselt vom Dr. Hugo Beck-Haus in den Ahornkaser

„Es war schwierig, aber auch sehr schön. Es war ein schwieriger Start mit der Jennerbahn-Baustelle die ersten drei Jahre, 2018 hatten wir einen Murenabgang und dann ist Corona gekommen. Wir hatten eigentlich kein einziges normales Jahr“, so der Hüttenwirt. „Doch die schöne Zeit überwiegt und ich habe viele schöne Erfahrungen gesammelt.“ Dabei denkt der Gastronom gerne an seine Familie und seinen Freund, die ihn stets unterstützt haben, aber auch an die netten Gäste, den Verpächter und die perfekten Mitarbeiter. Letztere arbeiten teils seit Jahren zusammen mit Walser auf der Hütte.

Der gelernte Gastronom verlässt nach der Wintersaison das Dr. Hugo Beck-Haus, doch „wir sind nicht weg aus der Gastro“. Für Walser und sein Team geht es ab Mai 2023 in den Ahornkaser aufs Roßfeld, dem mit 1600 m höchstgelegenen, mit dem Auto erreichbaren Gasthof Deutschlands.

„Hüttenwirt sein ist viel Arbeit, aber auch schön“

Einen konkreten Nachfolger für das Dr. Hugo Beck-Haus gibt es noch nicht. Was der neue Hüttenwirt erwarten darf? „Keine Heidi Idylle“, meint Walser mit einem Lachen. „Wenn du davon ausgehst, dass du in der Früh Yoga machen und nachmittags die Blumen in der Wiese sammeln kannst, dann bist du hier falsch. Hüttenwirt sein ist viel Arbeit, aber auch schön. Für mich ist es einer der schönsten Jobs, die es gibt.“

Der Vorteil am Dr. Hugo Beck-Haus im Vergleich zu hochalpinen Hütten ist, dass Hüttenwirt und Mitarbeiter jeden Tag wieder nach Hause ins Tal fahren können. Der Job selbst ist vielseitig. „Ich mache alles. Ich habe Koch, Kellner und Rezeption gelernt und helfe, wo es gerade notwendig ist, oder etwa das Personal eng. Es fährt ja auch kein Lieferant auf die Hütte also kaufe ich ein und fahre alles selber rauf“, so Walser. Im Ahornkaser sei es etwas einfacher. „Da kommen die Lieferanten über die Mautstraße rauf. Die Gäste können mit dem Auto hinfahren. Dadurch sind wir nicht mehr so witterungsabhängig.“ Trotz seiner über 300 m höheren Lage ist der Ahornkaser für Walser dadurch einfacher zu bewirtschaften.

Steigende Preise und zu wenig Personal

Die Sommersaison neigt sich dem Ende zu. Auch Walser haben die Preissteigerungen getroffen. „Wir haben versucht, die Preise für die Gäste so niedrig wie möglich zu halten. Bis zu einem gewissen Grad funktioniert das, aber irgendwann geht das halt auch nicht mehr“, so der Hüttenwirt. „Man merkt auch, dass die Leute weniger Geld ausgeben.“

Auch die Betriebsstruktur hat Walser im Sommer verändert. „Wir haben die Übernachtungsmöglichkeit eingestellt, weil wir zu wenig Personal haben. Wir haben uns auf das Tagesgeschäft spezialisiert. So funktionierts. Unsere Mitarbeiter sind teils schon jahrelang dabei. Wenn wir sie nicht hätten, würde das auch nicht klappen.“

Während die Heizkosten im Sommer noch überschaubar gewesen seien, blickt der Hüttenwirt jetzt gespannt auf seine letzte Wintersaison im Dr. Hugo Beck-Haus. Doch trotz möglicher Herausforderungen blickt Patrick Walser positiv in die Zukunft. Der Hüttenwirt ist schließlich krisenerprobt.

ce

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