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Teilbetrieb der Bob- und Rodelbahn angestrebt

Gemeinde- und Kreisräte der Freien Wähler setzen sich für rasche Wiederinbetriebnahme ein

Wünschen sich eine schnelle Freigabe der intakten Bahn ab dem S1: Die Gemeinderats- und Kreistagsfraktion der Freien Wähler Berchtesgadener Land an der Bob- und Rodelbahn am Königssee.
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Wünschen sich eine schnelle Freigabe der intakten Bahn ab dem S1: Die Gemeinderats- und Kreistagsfraktion der Freien Wähler Berchtesgadener Land an der Bob- und Rodelbahn am Königssee.

Am vergangenen Freitag, den 18. März 2022, machten sich die Freien Wähler Berchtesgadener Land ein persönliches und umfassendes Bild von der im Juli des Vorjahres durch ein Unwetter beschädigten Bob- und Rodelbahn am Königssee. Informationen aus erster Hand gab es dabei von Offiziellen des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) sowie von den beiden Olympia-Silbermedaillengewinner*innen Anna Berreiter und Johannes Lochner und Rennrodel-Bundestrainer Norbert Loch.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Schönau am Königssee - Mit der aktuellen Situation und konkreten Handlungsmöglichkeiten an der ältesten Kunsteisbahn der Welt beschäftigten sich auf Einladung des Ortsverbandes Schönau am Königssee rund 30 Mitglieder*innen der Freien Wähler des Landkreises. Die Informationen kamen dabei aus erster Hand: Hans-Wolf von Schleinitz (Vizepräsident des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland), Alexander Resch (BSD-Vorstand) und Thomas Schwab (Generalsekretär und Sportdirektor) wie auch der Betriebsleiter der Bahn, Markus Aschauer, erläuterten die Auswirkungen und Folgen des Unwetters auf die Sportstätte: „Nur rund 10 Prozent der Bahn sind letztendlich zerstört worden und von elf Gebäuden ist lediglich eines beschädigt“, so Aschauer. Großes Ziel des BSD und der Freien Wähler ist daher eine rasche Wiederinstandsetzung bzw. ein zügiger temporärer Betrieb der Bahn, deren erfolgreiche Athletinnen und Athleten vor wenigen Wochen ganz Deutschland mit ihren Medaillen und ihrer Dominanz bei den Olympischen Spielen in Peking stolz machten.

Mehr als eine weitere Saison auf die Bahn in Innsbruck auszuweichen, würde den Verlust einer ganzen Nachwuchs-Sportlergeneration bedeuten, befürchtet die Verbandsspitze. Aber nicht nur für die Sportler*innen selbst ist die Bahn wichtig. Viele Einrichtungen und Institutionen wie z.B. die CJD Christophorusschulen Berchtesgaden, der Wintertourismus in der Region oder der Sitz des internationalen Rennrodelverbandes sind von der nicht zu befahrenden Bahn direkt oder indirekt betroffen, merkte von Schleinitz an. Die zwei Weltcupveranstaltungen mit TV-Bildern sind unbezahlbare Werbung für die Region. Eine Kostenübernahme für die Instandsetzung, den Objektschutz der Bahn und der Anrainer samt Modernisierung und Erneuerung wurde vom Freistaat bereits zugesagt. Eine CO2-neutrale Energieversorgung mit etwaigen Synergieeffekten wird hier angestrebt, die redundanten Sicherheitssysteme der Kältemittelleitung erfüllen bereits weltweit höchste Standards.

Beim Neubau des Startbereichs soll der Klingerbach nicht mehr überbaut werden. Rodel- und Bobstart könnten ein neues zuschauer- und medienattraktives Startgebäude bekommen. Im Winter 2023/24 möchte man Bewerbe ab der Kurve S1 durchführen. Bis dahin wünschen sich BSD und Freie Wähler einen temporären Betrieb. Für die Rodel-Silbermedaillengewinnerin von Peking, Anna Berreiter, ist es ein sehr emotionales Thema, da sie hier „aufgewachsen“ sei und viele großartigeStunden und Momente ihrer jungen Karriere verbracht habe. „Alle Welt kommt hier her und wir werden sehr oft von Sportlerinnen und Sportlern aus anderen Nationen gefragt, wann sie wieder an der schönsten Bahn der Welt rodeln können“, so die 22-Jährige.

Auch für den zweifachen Olympia-Silbermedaillengewinner im Bob, Johannes Lochner, ist dieses Thema emotional behaftet: „Die Bahn hier ist mein Wohnzimmer. Gäbe es diese Bahn nicht, hätte ich mich nie für diesen Sport entschieden. Die ganzen Weltcups oder der WM-Titel – solche Momente möchte ich auch einmal mit meinen Kindern hier zu Hause erleben.“ Bundestrainer Norbert Loch, der an dieser Bahn seit 30 Jahren mit viel Herzblut wirkt, ergänzt: „Was jetzt schon fehlt, während alle über die gewonnenen Medaillen jubeln, sind die Testfahrten und Materialchecks“. Umso mehr bedanke er sich bei der Politik, die sich für die Bahn einsetzt. „Heute sieht man, dass die Beschädigungen durch das Unwetter nicht so dramatisch sind, wie sie am Tag danach aussahen. Eine Finanzierung für die Wiederinstandsetzung wurde vom Freistaat bereits zugesichert.

Abgesehen davon brauchen wir diese Bahn und das außerschulische Angebot in der Region, das es u.a. mit den Liften am Jenner und dem Götschen, der Skisprungschanze am Kälberstein oder hier an der Bahn gibt. Wir haben es aber auch beim Empfang unserer Olympiahelden wieder gesehen, wie wichtig der Sport als Netzwerkplattform ist, um sich mit Vertreter*innen aus Bundes- und Landespolitik austauschen zu können. Es gilt hier die Synergieeffekte aus Sport, Politik, Gesellschaft, der Wirtschaft und dem Tourismus zu nutzen, um die Wirtschaftskraft in der Region zu erhalten und auszubauen. Wir haben jetzt den Auftrag zu vermitteln, wie wichtig diese Bahn für uns und die Region ist! Es gilt dabei schrittweise vorzugehen und dann im Winter 2023/24 wieder Bewerbe zu haben“, so der stellvertretende Landrat und Kreisrat der Freien Wähler, Michael Koller.

Pressemitteilung Freie Wähler Schönau am Königssee

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