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Paketauslieferung in den Schnee

Navi-Irrfahrt: Verzweifelter Paketbote übernachtet hoch oben am Jenner im Auto

Bergwanderin in den Berchtesgadener Bergen
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Blick auf den schneebedeckten Hohen Göll (l) und den Jenner (r) - jetzt liegt dort deutliche mehr Schnee.

Für einen ortsunkundigen Paketfahrer endete am Dienstagabend (16. November) ein Lieferauftrag, der ursprünglich für die Talstation der Jennerbahn bestimmt war, mit einem für ihn sehr überraschenden Finale.

Schönau am Königssee - Keine holprige Sandstraße, kein felsiges Gelände konnte diesen Paketfahrer stoppen: Weil er seinen Lieferauftrag für ein Paket gewissenhaft ausführen wollte, folgte er den Anweisungen seines Navigationsgeräts unbeirrt, bis er in etwa 1750 Metern Höhe im Schnee stecken blieb. Doch was war geschehen?

Eigentlich sollte der ortsunkundige Paketfahrer am Dienstagabend ein Paket an die Talstation der Jennerbahn liefern, doch der junge Mann hielt sich strikt an das Navigationsgerät seines Fahrzeuges, das er schlussendlich wohl auch erheblich fehlinterpretiert hatte. In jedem Falle verließ der Paketfahrer die öffentliche Straße am Parkplatz Hinterbrand und folgte der Forststraße in Richtung Jenner Mittelstation.

Da ihn das Navi auch hier angeblich nicht „stoppte“, setzte er seine Fahrt über den Königsweg in Richtung Mitterkaser fort. Weder die holprige Sandstraße, noch das alpine Ambiente konnten den eifrigen Paketmann bremsen und er setzte seinen Lieferweg in Richtung Bergstation fort. Auf etwa 1750 Meter Seehöhe erreichte der Kastenwagen am oberen Ende des Hohlwegs schneebedecktes Gelände und kam nicht mehr weiter.

Beim Versuch, das Fahrzeug zu wenden, rutschte dieses über einen Wassergraben zurück an die Böschung, wobei das linke Hinterrad jetzt komplett die Bodenhaftung verlor und weit in der Luft war. Der unverletzte Fahrer setzte sich nun schon bei Dunkelheit in Richtung Jenner Bergstation in Bewegung, um Hilfe zu holen, da auch der Akku seines Mobiltelefons zwischenzeitlich zur Neige gegangen war. Weil er an der Bergstation niemanden erreichen konnte, ging er zurück zu seinem Fahrzeug und übernachtete schlussendlich im Führerhaus des Kastenwagens. 

Da er auch für die Firmenzentrale nicht mehr erreichbar war, wurde von dort nach ihm gesucht, sein exklusiver Standort dürfte aber wohl in deren Suchstrategie nicht mit einbezogen worden sein. Am Mittwochmorgen erreichte der Paketmann dann nach fast zwei Stunden Abstieg an der Jenner Mittelstation Arbeiter der Jennerbahn, denen er sein Missgeschick schildern konnte.

Der Sachverhalt wurde nach Ortsbesichtigung durch eine Streife der Polizeiinspektion Berchtesgaden vor Ort aufgenommen, der durch die Gesamtumstände schon sichtlich gezeichnete Paketfahrer wurde nur mündlich verwarnt. Um die Bergung des Fahrzeuges muss sich nun dessen Firmenleitung kümmern, sie wird wohl heute noch durch eine Spezialfirma durchgeführt werden.

mh/Pressemitteilung Polizeiinspektion Berchtesgaden

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