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Bundespolizei verteidigt Ausbau

Sicherheit, Hygiene und Datenschutz - darum soll das Kührointhaus erweitert werden

Noch vor der Genehmigung sorgen die Pläne der Bundespolizei das Kührointhaus im Nationalpark Berchtesgaden zu erweitern für kontroverse Diskussionen. Gegenüber BGLand24.de haben die Verantwortlichen ihre Pläne noch einmal verteidigt.

Schönau am Königssee - Noch ist die Entscheidung nicht gefallen, ob die Bundespolizei das Kührointhaus im Nationalpark Berchtesgaden erweitern darf. Das Bundespolizeitrainingszentrum auf 1420 Meter Höhe besteht seit 1956. „Mit der Baumaßnahme werden gesetzliche, arbeitsschutzrechtliche und sicherheitsrechtliche Vorgaben sowie Vorgaben des Bundesministeriums des Innern und für Heimat und des Bundesministeriums der Finanzen, zum Beispiel der Bau einer Waffenkammer und eines Serverraums für die sicheren IT-Netze des Bundes und der Länder, umgesetzt“, betont Bundespolizeisprecherin Isabelle Borgert gegenüber BGLand24.de.

Bund Naturschutz und LBV gegen Erweiterung des Kührointhauses im Nationalpark Berchtesgaden

Sie reagiert damit auf die Kritik des Bund Naturschutz und des Landesbund für Vogelschutz, die Bundespolizei würde aus dem Kührointhaus ein Tagungszentrum machen. „Es gibt seit vielen Jahren eine Kooperationsvereinbarung mit dem Nationalpark und daraus abgeleitet Vereinbarungen zur Sommer- und Winternutzung. Auch das Befahren der Schapbachstraße mit sieben Dienstfahrzeugen ist durch das Landratsamt Berchtesgadener Land in engen Grenzen genehmigt“, so Borgert weiter.

Die Gegner des Projekts sind sich dagegen sicher, dass es nie eine Nutzungsänderung für das Kührointhaus gegeben hat. „Dem Ganzen liegt eine lange zurückgehende Nutzungsänderung zugrunde. Unseres Kenntnisstandes her, ist diese Nutzungsänderung nie formal genehmigt worden“, kritisierte die Vorsitzende des Vereins zum Schutz der Bergwelt, Dr. Sabine Rösler, bei einer Pressekonferenz.

Konkret will die Bundespolizei den im Altbau nicht gedeckte Raumbedarf für das Stammpersonal (bisher bis zu drei Mitarbeiter auf elf Quadratmeter) schaffen. Es soll eine Garage für zwei Dienstfahrzeuge des Trainingszentrums geben, die bisher im Freien standen. Der bisherige Trainings- und Besprechungsraum dürfe aufgrund zu geringer Raumhöhe und Lüftungstechnik nicht mehr verwendet werden (Hygiene) und aufgrund gesetzlicher Vorgaben müsse der Erste-Hilfe-Raum neu errichtet werden (Datenschutz, Hygiene).

Sanierung im Bestand oder Baumaßnahme im Tal - Bundespolizei prüft alle Maßnahmen bei Kührointhaus

Laut Landratsamt Berchtesgadener Land liegen die Pläne derzeit bei der Regierung von Oberbayern zur Prüfung. Isabelle Borgert von der Bundespolizei versichert: „Durch die zuständigen Behörden wurde vorerst geprüft, ob die Vorgaben und Standards im Bestandsbau umgesetzt werden können. Wie bei vielen Berghütten war das nicht möglich. Ebenso wurde die Umsetzung durch ein Gebäude im Tal geprüft. Dies wurde ebenfalls verworfen, da die Maßnahme auch unmittelbar Einfluss auf das Bestandsgebäude hat, wie zum Beispiel bei der zukünftigen gemeinsamen nachhaltigen Energieversorgung.“

So soll das Kührointhaus eine PV-Anlage zur Stromversorgung bekommen und ökologisch gebaut werden. Der Erweiterungsbau sei ein reiner Zweckbau. „Eine Erhöhung der Teilnehmerzahl war damit nicht verbunden. Die Teilnehmenden werden weiterhin wie bisher im Bestandsbau untergebracht, in Stuben von 4 bis 26 Personen. Der Fahrverkehr mit Dienstfahrzeugen ändert sich daher nicht“, beteuert Borgert abschließend.

Dennoch hat der Bund Naturschutz zusammen mit dem Landesbund für Vogelschutz eine klare Haltung, sollte die Erweiterung des Kührointhauses genehmigt werden. „Sollte es dazu kommen, hat unsere Landesgruppe beim Watzmannhaus bewiesen, dass wir um den Nationalpark kämpfen.“ - sprich klagen.

cz

Rubriklistenbild: © Franzi-45 (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundespolizei-Kührointhaus.jpg), „Bundespolizei-Kührointhaus“

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