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LBV: „Wir bezweifeln die Notwendigkeit eines Neubaus“

Bundespolizei will im Nationalpark Berchtesgaden bauen - Protest von Naturschützern

Bayerns Berge im Urlaubsstress
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Ein Schild mit der Aufschrift „Nationalpark Berchtesgaden“ auf dem Jenner-Berg bei Schönau am Königssee.

Pläne der Bundespolizei zu einem Neubau am bestehenden Trainingszentrum Kührointhaus (TZK) im Nationalpark Berchtesgaden stoßen bei Naturschützern auf Kritik.

Schönau am Königssee - In einem Protestbrief wandten sie sich an den Präsidenten der Bundespolizei, Dieter Romann. Schon jetzt führe die Nutzung zu einem erheblichen Fahrzeugverkehr, der in den letzten Jahren stark zugenommen habe, kritisierten der Bund Naturschutz in Bayern (BN), der Deutsche Naturschutzring und der Umweltverband LBV. Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte darüber berichtet.

„Wir bezweifeln die Notwendigkeit eines Neubaus“, sagte Toni Wegscheider vom LBV. Nicht zuletzt der Fahrverkehr zu dem Haus am Fuße des Watzmanns in 1420 Metern Höhe sei den Naturschützern „ein Dorn im Auge“. Dort oben dürften nur Übungen stattfinden, die alternativlos im Gebirge notwendig seien.

In ihrem Brief an Romann argumentieren die Naturschützer weiter, Erweiterungen für touristische Infrastrukturen seien im Nationalpark nicht zugelassen. Das müsse umso mehr für öffentliche Einrichtungen gelten, die Vorbildfunktion hätten. Die Umwandlung und der Ausbau der Einrichtung in eine Art Tagungshotel sei nicht akzeptabel.

Romann antwortete darauf, Fläche und Räume des bisherigen Gebäudes genügten nicht mehr den Anforderungen. Es werde aber mit dem Neubau nicht mehr Verkehr geben und es solle auch kein Tagungshotel entstehen. Vielmehr werde auf Hotelstandards und -komfort ganz bewusst verzichtet. Es gebe keine Nutzungsänderung.

Das Kührointhaus war in den 1930er Jahren von der damaligen Wehrmacht als Gebirgsstützpunkt errichtet worden. Bis 13. April haben die Naturschutzverbände laut BN Zeit, zu dem Vorhaben Stellung zu nehmen - ob sie notfalls klagen, war offen.

dpa

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