Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Über Jahrzehnte hinweg engagiert

Bergwacht Berchtesgaden zeichnet sieben ehrenamtliche Bergretter aus

Bereitschaftsarzt Ralf Kaukewitsch (Mitte) war ein viertel Jahrhundert aktiver Bergretter und hat vor allem als Ausbilder, Arzt und Hunderführer viel bewegt und unzähligen Menschen geholfen.
+
Bereitschaftsarzt Ralf Kaukewitsch (Mitte) war ein viertel Jahrhundert aktiver Bergretter und hat vor allem als Ausbilder, Arzt und Hunderführer viel bewegt und unzähligen Menschen geholfen.

Die für die kommenden vier Jahre neu gewählten Bereitschaftsleiter der Bergwacht Berchtesgaden, Rainer Kracher und Andreas Baumann haben bei einer Feier an der Jennerbahn-Mittelstation sieben über Jahrzehnte hinweg freiwillig engagierte Bergwachtmänner für ihr außergewöhnliches Engagement geehrt.

Schönau am Königssee - Unter ihnen war auch der sehr verdiente früheren Bereitschaftsleiter Franz Kermer und weitere, weniger bekannte aber ebenso bescheidene ehrenamtliche Gesichter, die eigentlich nicht gerne im Rampenlicht stehen, aber tagein und tagaus dafür Sorge tragen, dass die oft spektakulären und von Externen bewunderten Einsätze unter immer wieder widrigsten Verhältnissen ein gutes Ende finden.

Bergwacht-Chef Kracher und sein Stellvertreter Baumann dankten dem langjährigen Bereitschaftsarzt Ralf Kaukewitsch für seinen Einsatz bei oft schwierigen und lebensrettenden Einsätzen für akut erkrankte und schwer verletzte Bergsteiger und widrigen Wetter- und Gelände-Verhältnissen. Kaukewitsch zieht sich nach einem viertel Jahrhundert aus gesundheitlichen Gründen wehmütig aus dem aktiven Dienst zurück. Während der vergangenen 25 Jahre war er in der Bereitschaft sehr in der Ausbildung und Notfallmedizin engagiert und bei einer beachtlichen Zahl von äußerst schwierigen und auch riskanten Rettungseinsätzen gefordert. Als fanatischer „Hundler“ in der Such- und Lawinenhundestaffel der Bergwacht-Region Chiemgau war er im Sommer und Winter oft bei Suchen in den Berchtesgadener und Chiemgauer Alpen gefordert.

Jakob Brandner (Mitte) bei einer Übung der Bergwacht-Höhlenrettungsgruppe in den Berchtesgadener Alpen.

„Menschen in Bergnot zu helfen war für sie über viele Jahrzehnte eine Selbstverständlichkeit! Ob Unfälle beim Bergwandern, Bergsteigen, Klettern, Skitourengehen oder Bergradlfahren, aber auch bei einer großen Anzahl von Vorsorgediensten auf den heimischen Skipisten - sie sind und waren stets pflichterfüllend zu Stelle!“, lobte Kracher. Er ehrte für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft Jakob Brandner und Anderl Neumeier, für 50 Jahre Franz KermerUlli Grüsser und Wenz Meissner und für 60 Jahre Hans Kurz (Goaschperer).

Einen besonderen Dank richtete Kracher an Franz Kermer, der unabhängig vom üblichen Einsatzdienst von 1989 bis 2001 die Position des Kassenverwalters und anschließend acht Jahre lang bis 2009 das verantwortungsvolle Amt des Bereitschaftsleiters übernommen hatte. Darüber hinaus ist Kermer seit 1971 für die Bergwacht auch Mitglied in der Lawinenkommission von Schönau am Königssee.

Viel Lob gabs auch für Jakob Brandner, der ebenfalls neben seinen zahlreichen Einsatzdiensten auch seit vielen Jahren als Ausbilder insbesondere den Nachwuchs in der Bergwacht fördert und unterstützt und als anerkanntes Mitglied der Prüfungskommission in der Region Chiemgau eine tragende Rolle übernimmt.

Anderl Neumeier – „der Mann für alles“, ist Tag und Nacht sofort zur Stelle, wenn die Mannschaft nach einem schweren Einsatz Durst und Hunger hat oder etwas Dringendes zu erledigen ist, sei es im oder um das Bergwachthaus herum. Seit vielen Jahren trägt er auch als Naturschutzbeauftragter der Bereitschaft Verantwortung – neben dem Rettungsdienst eine oft weniger beachtete, aber wichtige Aufgabe zum Schutz und Erhalt der heimischen Tier- und Pflanzenwelt. „Auf den Anderl ist immer Verlass, dafür gebührt ihm der Extradank der Bereitschaftsleitung“, lobte Kracher.

Thomas Hettegger kümmerte sich um die „hervorragende Bewirtung“ an der Mittelstation und Bergwacht-Urgestein Kurt Becker und Tamara Kaltenbacher sorgten für die heitere musikalische Umrahmung

Pressemitteilung BRK KV BGL

Kommentare