Nach stundenlangem Einsatz am Donnerstag

Ursache für Waldbrand im Nationalpark Berchtesgaden bekannt

+
Einen Waldbrand haben Einsatzkräfte am Mittwoch im Nationalpark Berchtesgadener Land gelöscht.
  • schließen

Landkreis - Ein Waldbrand im Nationalpark am Königssee hat Einsatzkräfte am Donnerstag in Atem gehalten. Nun ist das Feuer gelöscht und scheint auch die Ursache klar zu sein.

Update, 12.25 Uhr - Pressemeldung der Polizei

Ein Berufsjäger, der am frühen Morgen des 8. Augusts im Nationalpark Berchtesgaden im Bereich zwischen Königsbachalm und Gotzentalalm unterwegs war, stellte eine Rauchentwicklung fest und teilte dies gegen 6.40 Uhr der Polizeiinspektion Berchtesgaden mit. Eine Streifenbesatzung lokalisierte schließlich nahe der Kesselwand einen Schwelbrand mit starker Rauchentwicklung und einer Ausdehnung von circa 15 Meter mal 50 Meter

Parallel waren über die Integrierte Leitstelle Traunstein Feuerwehr und Rettungsdienst alarmiert worden, welche rasch mit starken Kräften vor Ort waren. Die Löscharbeiten gestalteten sich in dem schwer zugänglichen Bereich schwierig. Zur Unterstützung bei der Brandbekämpfung war auch ein Polizeihubschrauber und im weiteren Verlauf des Einsatzes ein Hubschrauber eines privaten Unternehmens im Einsatz.

Am Nachmittag wurde die Einsatzstelle nochmals von einem Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera überflogen und wurden dabei drei Glutnester festgestellt. Gegen 19 Uhr war der Brand schließlich vollständig abgelöscht und die Kräfte der Feuerwehr konnten abrücken.

Im Einsatz waren 70 Kräfte der Feuerwehren Schönau, Königssee, Ramsau, Bad Reichenhall und Berchtesgaden, zudem sechs Einsatzkräfte der Bergwacht und zwei Besatzungen des BRK. 

Ein genauer Schaden lässt sich derzeit nicht beziffern, da es sich nicht um Nutzwald handelt. Die Ermittlungen zur Brandursache hat die Kriminalpolizei Traunstein übernommen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit war jedoch ein Blitzschlag während eines Gewitters am Tag zuvor Ursache für den Brand.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Vorbericht

Der Waldbrand im Nationalpark Berchtesgadener Land ist mit großer Wahrscheinlichkeit durch einen Blitzschlag ausgelöst worden. Dies erklärt Sprecher Markus Zimmerer vom Polizeipräsidium Oberbayern-Süd am Donnerstag. Am Dienstagabend hat es im Berchtesgadener Land ein schweres Gewitter gegeben. In der Region sind um die dreißig Blitzeinschläge gezählt worden, wie der Bayerische Rundfunk berichtet.

Am Morgen des 8. Augusts ist dann der Brand in einem Waldstück im Bereich der Kesselwand am Königssee im Nationalpark Berchtesgadener Land bemerkt worden. Ein Berufsjäger hat den Brand gemeldet. Daraufhin sind Einsatzkräfte den ganzen Tag über mit dem Löschen beschäftigt gewesen.

Steiles Gelände macht Einsatz schwierig

Bis in die Abendstunden haben Polizisten und Feuerwehrler mit Wärmebildkameras nach Glutnestern gesucht. Denn in dem steilen Waldstück sind diese in den Wurzelstöcken der Bäume mit bloßem Auge nicht zu sehen gewesen. Das hat den Einsatz sehr schwierig gemacht.

Eine massive Rauchentwicklung vor Ort hat zudem zunächst eine genaue Sicht auf den Brandort verhindert. Bei einem Überflug mit dem Hubschrauber sind schließlich mehrere kleinere Brandorte ausgemacht worden.

Nachdem es am Mittwochabend ausgiebig geregnet hat, ist der Waldbrand im Nationalpark Berchtesgaden endgültig gelöscht, heißt es. Das Feuer ist bereits am frühen Nachmittag unter Kontrolle gebracht worden.

Schadenhöhe schwer zu ermitteln

Zur Schadenhöhe kann derzeit noch nichts Konkretes gesagt werden, erklärt Markus Zimmerer. Diese festzustellen dürfte auch schwierig werden. Da der Nationalpark nicht bewirtschaftet wird, ist der Schaden eher ideell als materiell.

Brand im Nationalpark Berchtesgaden - Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen

Das betroffene Waldstück am Ostrand des Königssees soll rund 700 Quadratmeter groß sein, berichtet der Bayerische Rundfunk. Um den Brand zu löschen, ist auch ein Hubschrauber im Einsatz gewesen, der von einer Privatperson bereitgestellt worden ist. Weitere Einsatzkräfte sind mit dem Boot zum Brandherd gebracht worden.

ksl

Zurück zur Übersicht: Schönau am Königssee

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser