Sagen und Mythen aus der Welt der Berge

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Zum Auftakt der diesjährigen Winter-Vortragsreihe des Nationalparks liest Nationalpark-Mitarbeiter Hans Stanggassinger Sagen und Mythen aus dem Berchtesgadener Land.

Berchtesgaden - Was gibt es Schöneres, als sich an ungemütlichen und dunklen Herbstabenden in gepflegter Gesellschaft zu gruseln?

Gelegenheit dazu gibt es bei der schaurig-schönen Lesung „Sagen und Mythen aus dem Berchtesgadener Land“ vom Nationalpark Berchtesgaden am Mittwoch um 19 Uhr im Nationalpark-Haus. Hans Stanggassinger erzählt mystische Geschichten aus der sagenumwobenen Berchtesgadener Bergwelt. Die berühmte Watzmannsage findet dabei ebenso ihren Platz wie die Geschichte von der Teufelsmühle am Funtensee oder vom Kuchler Loch am Königssee. Auch lustig darf es zugehen, wie zum Beispiel beim „Streit der Berge“, einem altbayerischen Heimatgedicht, das Stanggassinger für die Lesung ausgesucht hat.

Der Berchtesgadener, der schon Veranstaltungen wie die Bergweihnacht im Salzbergwerk organisiert hat, stützt sich bei seinen Erzählungen auf das Buch „Berchtesgadener Sagen“. Untermalt wird der Vortrag mit stimmungsvollen und zur jeweiligen Geschichte passenden Fotos sowie von begleitenden Klängen der Saitenmusi Steffi Weiß und Sepp Huber. Die Harfenistin und der Kontrabassist werden – ähnlich wie beim Stummfilm – mit ihrer Musik einzelne Passagen begleiten, sodass die Zuhörer das Gefühl haben werden, hautnah beim Geschehen dabei zu sein.

Als Kenner der Geschichte Berchtesgadens und der Literatur über den Ort wird Stanggassinger den Zuhörern Hintergrundwissen zur Entstehung der Sagen weitergeben. Auch auf die Bedeutung von Namen geht er ein. Wer hätte zum Beispiel gewusst, dass das Wörtchen „mann“ in „Watzmann“ nichts mit einem Menschen, sondern mit einem Gewässer zu tun hat? Oder dass sich der berühmte Ludwig Ganghofer in seinen Romanen auch an der nordischen Sagensammlung, der „Edda“ orientiert hat? Wie sonst ist es zu erklären, dass er der Watzmannfrau zum Beispiel einen Namen wie Friederun verpasst hat?

Die Lesung „Sagen und Mythen aus dem Berchtesgadener Land“ ist der Auftakt zur traditionellen Winter-Vortragsreihe des Nationalparks Berchtesgaden. Noch bis April 2012 stellt der Nationalpark an jedem zweiten Mittwoch im Monat Themen aus Forschung, Brauchtum und Naturschutz vor. Beginn der Veranstaltung im Nationalpark-Haus in Berchtesgaden, Franziskanerplatz 7, ist um 19 Uhr.

Passend zum Vortrag ist im Nationalpark-Haus die Ausstellung „ungeheuer – zauberhaft. Märchen, Sagen und Geschichten aus den Alpen“ zu sehen. Die Ausstellung, in deren Zentrum zahlreiche „Geschichtenberge“ mit einer Vielzahl von alpinen Sagen und Märchen bis hin zu Anekdoten der Gegenwart stehen, ist noch bis zum 30. November 2011 geöffnet.

Pressemitteilung Nationalpark Berchtesgaden

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