Russen lernen von Berchtesgaden

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Expertenwissen aus dem Nationalpark Berchtesgaden ist weltweit gefragt. Michael Vogel (Mitte), Leiter der Nationalparkverwaltung, stellte russischen Medien aktuelle Forschungsprojekte aus dem Schutzgebiet vor.

Berchtesgaden - Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des UNESCO-Weltnaturerbegebietes „Westkaukasus“ ist der Leiter des Nationalparks Berchtesgaden, Michael Vogel, nach Majkop in Russland gereist.

Dort stellte er Forschungsergebnisse und das Expertenwissen aus dem Nationalpark Berchtesgaden vor. 

„Russische Naturschützer haben großes Interesse an Forschungsergebnissen aus dem Nationalpark Berchtesgaden. Gerade in Hinblick auf die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi ist im russischen Naturschutz noch viel Arbeit zu leisten“. Nationalpark-Leiter Dr. Michael Vogel ist gerne bereit, Expertenwissen und seine langjährige Erfahrungen im politischen Naturschutz weiter zu geben. „Von den russischen Kollegen habe ich bereits viele positive Rückmeldungen erhalten. Deutschland ist für sie in Sachen Naturschutz ein echtes Vorbild.“

Im Rahmen eines internationalen Symposiums unter dem Titel „Entwicklung von Ökotourismus im Weltnaturerbegebiet Westkaukasus“ berichtete Vogel über aktuelle Projekte im Nationalpark Berchtesgaden zur Förderung von nachhaltigen Tourismuskonzepten sowie zur Erforschung des Klimawandels. „Dies ist sicher ein zentrales Thema, mit dem sich ein Wintersportort wie Sotschi in Zukunft auseinander setzten muss“.

Am Rande des Symposiums traf der Nationalparkleiter auch auf den Direktor des Nationalparks Sotschi, Wladimir Nikolajevitsch Penkowski. Das Bundesumweltministerium sowie das russische Ministerium für Naturressourcen wünschen sich eine intensive Zusammenarbeit zwischen beiden Schutzgebieten, vor allem im Hinblick auf die Ausrichtung von olympischen Winterspielen. Die Stadt Sotschi und der angrenzende Nationalpark sind Austragungsstätte der Olympischen Winterspiele 2014, Berchtesgaden bewirbt sich gemeinsam mit München und Garmisch-Partenkirchen für die Durchführung der Spiele 2018. Derzeit werden die Inhalte einer möglichen Kooperation ausgearbeitet und diskutiert.

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