Rotofenmusi: "musikalische Qualität"

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Die Rotofenmusi bei der Preisverleihung mit Peter Witterauf, Hauptgeschäftsführer der Hanns-Seidel-Stiftung (2. v.l.) und Bürgermeister Anton Altkofer (r.).

Wildbad Kreuth/Bischofswiesen - Der „Tag der Volksmusik“ ist im Kalender der Volksmusikanten als Feiertag angestrichen. Auch bei der Rotofenmusi aus Bischofswiesen.

In den vergangenen über 25 Jahren haben Sänger und Gruppen mehr als 400 Preise für herausragende Leistungen von der Hanns-Seidel-Stiftung verliehen bekommen. Am vergangenen Sonntag war es wieder soweit: Die geladenen Gäste hörten im Festsaal von Wildbad Kreuth die Preisträger singen und spielen, bevor sie mit Urkunden ausgezeichnet wurden, die ihr gesellschaftliches Engagement im Bereich Volksmusik gebührend würdigen.

Mit zu den Preisträgern des Kulturpreises 2010 gehörte in diesem Jahr die Rotofenmusi aus Bischofswiesen.

Die Hanns-Seidel-Stiftung setzt mit dem „Tag der Volksmusik“ ein deutliches Zeichen für Volksmusikpflege, Kulturerhalt sowie das musikalische Ehrenamt und erfüllt damit seit 1984 ein Vermächtnis von Maria und Max Wutz. „Die Kultur- und Ehrenpreisträger haben sich in der Musikpflege oder in der Nachwuchsarbeit in besonderer Weise verdient gemacht und sollen deshalb für ihren Vorbildcharakter öffentlich ausgezeichnet und gewürdigt werden“, erklärte Dr. Peter Witterauf, der Hauptgeschäftsführer der Hanns-Seidel-Stiftung, bei der Preisverleihung vor 400 geladenen Gästen im Festsaal von Wildbad Kreuth.

Die beim Tag der Volksmusik verliehenen Kulturpreise folgen keinem Wettbewerb, sondern sind gleichwertig. Die Auswahl trifft der Bayerische Landesverein für Heimatpflege. So hat es das Stifterehepaar bestimmt. Für den Kulturpreis ausgewählt werden Sänger und Gruppen, die seit mindestens zwei Jahrzehnten öffentlich auftreten, die in außergewöhnlicher Besetzung spielen und deren Musik in der Darbietung besonders heraussticht.

Die Ehrenpreise erhalten Persönlichkeiten, die sich in der Vergangenheit vor allem durch die Weitergabe ihrer Fähigkeiten an die jüngere Generation besondere Verdienste erworben haben und ehrenamtlich im Bereich Volksmusik tätig waren. „Die Ausübung eines Ehrenamtes festigt den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und Volksmusikanten stiften unserem Land Bayern eine ganz regionale Identität, die durch Mundart, Musik und Tracht besonders geprägt ist“, freut sich Dr. Peter Witterauf, der beim 27. Tag der Volksmusik acht Gruppen und Persönlichkeiten aus den Bezirken Schwaben, Oberpfalz sowie Ober- und Niederbayern auszeichnen durfte.

Seit Bestehen des „Tag der Volksmusik“ konnten insgesamt 404 Preise aus den Erlösen des Vermächtnisses von Maria und Max Wutz verliehen werden, darunter auch die Preise für die fränkischen Volksmusiker, deren Ehrung im oberfränkischen Kloster Banz stattfindet. Im Stifterwunsch sind auch die Regularien der Preisverleihung bestimmt: Das Programm beginnt mit dem Bayerischen Defiliermarsch und endet mit Bayernhymne und Tölzer Schützenmarsch. Die Kulturpreisträger bieten im zweistündigen Hauptprogramm Kostproben ihrer Musikalität, das Sprecher Beni Eisenburg mit Anekdoten und Wissenswertem zu den Gruppen und Sängern umrahmt. Der Tag beginnt immer mit einem von den Gruppen mit geistlicher Musik gestalteten Gottesdienst, den heuer Pater Stefan Stöhr, SDB aus München zelebrierte und der dem Gedenken der Stifter gilt.

Kulturpreis für Rotofenmusi / Bischofswiesen

Die Rotofenmusi sticht seit ihrer Gründung im Jahr 1981 durch ihren außergewöhnlichen Musizierstil und die besondere Besetzung aus vielen Volksmusikgruppen heraus. Sie repräsentiert eine Weiterentwicklung innerhalb der Volksmusik, die sich harmonisch in die traditionelle alpenländische Musizierweise einfügt. Ihre musikalische Qualität lässt sich durch zahlreiche Rundfunk- und Fernsehauftritte sowie durch die Aufnahme von fünf Tonträgern belegen. Die Rotofenmusi ist Vorbild für viele junge Musikanten und hat sich um die Volksmusik in Bayern in besonderem Maße verdient gemacht.

Pressemitteilung Hanns Seidl Stiftung

Zurück zur Übersicht: Region Berchtesgaden

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser