Rettung nach falsch gewählter Bergtour

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Erschöpft, aber erleichtert landete der Bergsteiger im Tal.

Marktschellenberg - Die Toni-Lenz-Hütte am Untersberg war das Ziel eines Niedersachsen. Doch der Weg dorthin forderte all seine Kräfte und zum Schluß kam der Hubschrauber.

Ein Urlauber aus Niedersachsen hatte sich am Dienstag eine gar nicht ungewöhnliche, aber für diese Jahreszeit völlig unpassende, Wanderroute über den Untersberg ausgesucht. Er wollte über Maria Gern aufsteigend dem Berchtesgadener Hochthron folgend zur Mittagsscharte und dann hinunter zur Toni-Lenz-Hütte wandern.

Der Wanderer ging den gesamten Tag bis er in der Mittagsscharte aufgrund des Schnees und der Erschöpfung nicht mehr weiter konnte. Vor ihm wäre noch ein sehr anstrengender und gefährlicher Weg hinunter zur Toni-Lenz-Hütte gelegen, welchen er jedoch nicht mehr schaffte und so alarmierte er die Rettungskräfte. Diese verständigten wegen der herannahenden Nacht einen Hubschrauber der Polizei aus München.

Bergrettung in der Dämmerung

Gegen 19 Uhr erreichte der Hubschrauber den Landeplatz der Bergwacht Marktschellenberg und nahm einen Berg- und Flugretter auf. Nach dem der Hubschrauber bei besten Wetterbedingungen zu dem in Notgeratenen aufgestiegen war musste die Besatzung des Hubschraubers den Bergretter mittels Außenbordwinde 35 Meter weit zum Wanderer ablassen. Dieser hängte anschließend den zu Rettenden in ein Bergedreiecktuch ein und so winschte man beide zum Hubschrauber auf. Anschließend wurde der sichtlich erleichterte und sich seiner Situation bewusste Mann ins Tal geflogen.

So haben innerhalb weniger Stunden die Bergretter zusammen mit den Polizeihubschraubern aus München erneut Menschen aus Bergnot in den Berchtesgadener Alpen gerettet. Wiederum war es die falsche Planung, die zu den Einsätzen führte, aber auch war es die richtige Entscheidung der Betroffenen, sich Hilfe zu holen, um erheblich schwierigere und gefährlichere Einsätze zu verhindern.

Derzeit liegen in den Bergen noch Unmengen Schnee und so ist ein nicht ausreichende Bergausrüstung, eine lasche Tourenplanung und auch -ausführung die größte Gefahr in den Bergen, die dann die Einsatzkräfte fordern und auf den Plan rufen.

Aktivnews

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