JU informiert sich über Windkraftnutzung

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JU-Kreisvorsitzender Maximilian Lederer bedankt sich bei Willi Braun, Geschäftsführer der Windpower GmbH, für seine Ausführungen zum Thema Windkraftnutzung in Bayern.

Berchtesgadener Land – Was kostet ein Windkraftwerk? Was spricht dagegen? Das und noch mehr wollte die Junge Union (JU) Berchtesgadener Land wissen.

„Das Windkraftpotential in Bayern ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft“, erklärte Geschäftsführer der Windpower GmbH, Willi Braun. Das erfuhr die Junge Union (JU) Berchtesgadener Land  im Rahmen ihrer Klausurtagung in Regensburg.

Gemeinde- und Kreisrat Maximilian Lederer berichtete, dass im Moment in Südostoberbayern Standorte für mögliche Windenergienutzungsflächen in den Kommunalparlamenten diskutiert werden.  „In vielen Regionen Bayerns hat die Politik verschlafen, Struktur in die bayerische Energieerzeugungslandschaft zu bringen“, meinte Willi Braun und bemängelte, dass erst seit dem Unglück in Fukushima ein Umdenken stattfinde. 

Interview der Jungen Union mit Thomas Reiter-Hiebl

Welche Widerstände gibt es in der Bevölkerung gegen Windkraftprojekte?

Willi Braun: Wo keine Windkraftanlage steht, ist der Widerstand am größten. Um Blockaden abzubauen, organisieren die Investoren dazu Besichtigungen regionaler Projekte. Die meist genannten Gegenargumente vom sogenannten „Diskoeffekt“ und Schallimmission werden im Rahmen der Planung in einem Gutachten festgehalten und können sogar Minuten genau berechnet werden, um diese weitestgehend zu vermeiden. Beispielsweise gibt es Anlagen mit „Schattenschaltung“, die bei ungünstiger Sonneneinstrahlung automatisch abgeschaltet werden, sodass Schatteneffekte nicht auftreten. Es entspricht außerdem nicht ganz der Wahrheit, dass Vogelbestände durch Windräder gefährdet sind. Dazu wird im Rahmen des Projekts von einem Biologen ein Artenschutzgutachten erstellt.

Was kostet ein Windkraftprojekt?

Es sind sehr viele Faktoren, die die Gesamtkosten eines Projekts beeinflussen. Zu diesen Ausgaben zählen neben den Planungs- und Baukosten für das Windrad auch die Infrastrukturmaßnahmen, wie Straßenbau, Grabungsarbeiten für Stromkabel und gegebenenfalls ein Umspannwerk zur Netzeinspeisung. Auch die Service- und Wartungskosten für die Folgejahre müssen mit den Herstellern verhandelt werden.

Wie stellt sich die Wirtschaftlichkeit von Windanlagen dar?

Die Wirtschaftlichkeit hängt zum Großteil von den Windgeschwindigkeiten ab. Zukünftig wird aufgrund des Konkurrenzdrucks am Markt die Wirtschaftlichkeit bei niedrigeren Windgeschwindigkeiten noch steigen. Die Daten aus dem bayerischen Windatlas der Staatsregierung sind oft ungenau. Die Ermittlung des Windpotentials ist entscheidend für ein Projekt und deswegen wird zu jedem Projekt ein eigenes Windgutachten erstellt. Die Modernisierung bestehender Anlagen ist ebenfalls eine Maßnahme, um die Wirtschaftlichkeit von Anlagen zu steigern.

Zum Abschluss zeigte Willi Braun anhand eines verwirklichten Windkraftprojekts im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz auf, dass eine Anlage mit einem Rotordurchmesser von 104 Metern insgesamt 8,4 Millionen kWh pro Jahr Strom erzeugt.

Der JU-Kreisvorsitzende Maximilian Lederer bedankte sich bei Willi Braun und überreichte ihm als Geschenk ein Rupertikörberl und heimische Molkereiprodukte.

Pressmitteilung JU BGL

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