Rasp: "Auf in die Schulen"

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Franz Rasp: "Ich habe erwartet, dass nicht viele Jugendliche kommen werden."

Berchtesgaden - "Entweder es sind alle zufrieden oder sie können nicht mit mir reden", ist die Bilanz, die Bürgermeister Fraz Rasp nach der Jugendbürgerversammlung am Donnerstagabend ziehen könnte.

Zum zweiten Mal nach 2009 hat der Berchtesgadener Bürgermeister die Jugend zu einer Bürgerversammlung eingeladen. Beim ersten Mal wurde mit Klassensprechern aller Schulen im Vorfeld einiges besprochen und so war der Saal im Kur- und Kongresshaus voll. Einige Wünsche, wie eigene Band-Räume oder "Rock am Rathaus" sind bereits erfüllt worden.

"Das könnte der Grund sein, dass heute nur zwei Jugendliche gekommen sind", resümiert Jugendreferentin Sabine Wimmer. "Der Wunsch der einen ist erfüllt, die anderen sind vielleicht enttäuscht, dass ihr Vorschlag noch nicht umgesetzt worden ist."

Franz Rasp hätte gerne mit den Jugendlichen über eine Umfrage der Jugend AG diskutiert. Einige Probleme sind ihm durchaus sehr im Bewusstsein. "Wir wissen nicht, wo wir hin sollen", bringt Steffi das Problem auf den Punkt. Das Jugendheim ist veraltet und in der Hauptschule. Außerdem trifft sich dort nur eine Clique, so dass andere gar nicht hingehen wollen.

Steffi (l.) und Elisabeth: "Wir sind da, weil wir etwas verändern wollen."

"Man könnte uns Farbe geben und wir gestalten die Räume um", schlug Steffi vor. Sie ist überzeugt, dass den Jugendlichen einfach ein schöner Platz gegeben werden müsse. Da stimmt Wimmer mit ihr überein: "Es muss aber auch ein entsprechendes Programm geboten werden, dass die Jugendlichen kommen."

Für Franz Rasp ist also die Frage: "Was brauchst du in einem Jugendzentrum, damit du hingehst?" Genau diese Frage will er jetzt in den Schulen diskutieren. "Wir reden mit den Rektoren und gehen einfach direkt in die Klassen. Dann haben die Schüler nicht, das Problem, dass sie irgendwo hinfahren müssen und können trotzdem ihre Wünsche loswerden." Ein paar von der ersten Jugend-Bürgerversammlung hat Rasp durchaus noch im Kopf: "Wir haben noch keinen Grill- oder Beachvolleyballplatz." Auch der Wunsch nach einer Kinderdisco ist noch nicht erfüllt.

Alles Dinge, die man nur anpacken kann, wenn die Jugendlichen mitmachen. Aber Steffi und Elisabeth - die beiden Jugendlichen, die zur Jugend-Bürgerversammlung gekommen sind - sind sich einig, dass es sicher hilft, wenn der Bürgermeister die Schulen besucht.

red-bgl24/cz

Zurück zur Übersicht: Region Berchtesgaden

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser