Ein Bayerntraum: Das Weißbierfest 2012

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Weißbierfest 2012

Ramsau - Weißblauer Himmel, gutes Essen, Musik, Tanz und Platteln – die vielen einheimischen Besucher und Gäste des Weißbierfestes kamen voll auf ihre Kosten.  

Die Trachtenvereine Anger-Höglwörth und D’Raschenberger Teisendorf stellten bereits zum zweiten mal ein Fest auf die Beine, das Jung und Alt, Einheimische und Gäste gleichermaßen in den schattigen Garten des Anwesens in der Ramsau an der Straße zwischen Teisendorf und Anger genau an die Gemeindegrenze lockte.

„..Und das Gefäß dafür ist Gott!“ Kaplan Stefan Leitenbacher nahm als Mitglied des Teisendorfer Trachtenvereines und ehemaliger Aktiver Bua die Einladung der Vereine gerne an, die Feldmesse vor dem Weißbierfest direkt auf dem Gelände in der Ramsau zu zelebrieren. Viele Gäste nutzten dieses Angebot und erlebten mit der Gestaltung durch die Blasmusik Teisendorf unter Leitung von Thomas Egger mit der Haydn-Messe ein Fest des Glaubens unter freiem Himmel.

Weißbierfest 2012 in Ramsau

„Der Professor hatte zur Vorlesung für seine Studenten ein Gefäß mitgebracht, das er mit Steinen bis an den Rand füllte und fragte, ob das Gefäß jetzt voll sei. Dies bejahten die Studierenden. Er nahm darauf Kieselsteine und füllte die Leerräume damit auf und fragte wiederum, ob das Gefäß jetzt voll sei, was die Studenten wiederum bejahten. Und der Professor nahm feinen Sand und füllte wieder auf und nach Meinung aller war das Gefäß jetzt wirklich voll.“ Die Steine seien das Wichtige im Leben, so der Kaplan, die kleineren Kiesel geben ein Beiwerk, das es nicht zu vernachlässigen gilt und der Sand füllt die kleinen Lücken, die all die wichtigen Dinge des Lebens im Alltag offen lassen und die das Leben lebens- und liebenswert machen. Und ein Student stand auf und goss Bier in das Gefäß: Die Zeit dafür muss man sich nehmen, so viel Zeit muss immer sein, die Freude am Leben zu genießen, so der Student. „Das Gefäß für die Steine aber sei Gott, der alles zusammenhält!“ – so Kaplan Leitenbacher.

Die Gottesdienstbesucher nutzten die Gelegenheit, den reichhaltigen Mittagstisch, Kaffee und Kuchen und Schmalzgebackenes und weiteren Schmankerln der Küche zu genießen.

Den ganzen Nachmittag über unterhielten die Teisendorfer Musikkapelle und die Kapelle Anger-Höglwörth unter Leitung von Sepp Fürmann mit zünftig bayerischer Blasmusik und die Weißbiermusi begleitete gekonnt in den Abend hinein. Die Kinder, Jugend und die Aktiven beider Trachtenvereine zeigten mit Plattlern und Tänzen ihr Können und besonders die von beiden Vereinen gemeinsam gezeigten Tänze brachten das gute Miteinander zum Ausdruck. Den ganzen Nachmittag über begehrt waren die Plätze bei den Kutschfahrten mit den Kaltblutpferden von Sepp Edfelder aus Anger und Franz Krammer aus Teisendorf. Dass es sich bei der Strecke zwischen Teisendorf und Anger um einen stark befahrenen Radweg handelt, sah man an den vielen Besuchern, die die willkommene Abwechslung besonders auf ihrer Bodensee-Königsee-Tour nutzten mit einer willkommenen Einkehr bei bayerischem Brauchtum und heimischer Küche.

Quelle: www.roha-fotothek.de

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