Bärbel Kofler im Forstbetrieb Berchtesgaden

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Dr. Bärbel Kofler, MdB mit Dr. Daniel Müller, Leiter des Forstbetriebs Berchtesgaden der Bayerischen Staatsforsten

Ramsau - Nach dem Jahrhundertsturm Kyrill im Jahr 2007 interessierte sich SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler für den Fortschritt der Wiederaufforstung.

Einige Höhenmeter über der Bundestraße am Wachterl bei Ramsau sind die Folgen des sogenannten Jahrhundertsturms Kyrill immer noch deutlich zu sehen. Umrandet von intakter Bewaldung sind große, in hellem Grün bewachsene Flächen zu erkennen. Im Januar 2007 war der Orkan über Europa hinweggebraust und hatte auch in Bayern massive Schäden hinterlassen. Gerade reine Fichtenbestände waren betroffen.

"Fünf Jahre nach diesem gewaltigen Naturereignis interessieren mich die Auswirkungen der Wiederaufforstungsmaßnahmen der Staatsforsten", so die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler bei ihrem Besuch vor Ort. In den Wäldern des Forstbetriebs Berchtesgaden der Bayerischen Staatsforsten wurde auf einer Fläche von 65 Hektar der komplette Baumbestand vernichtet. "Ein intakter und widerstandskräftiger Bergwald ist unerlässlich, um Steinschlag und Lawinenabgänge oberhalb von Straßen und Bebauungen zu verhindern", so Dr. Daniel Müller, der Leiter des Forstbetriebs Berchtesgaden, und ergänzte: "In einer für unsere Region beispiellosen Aktion haben wir damals das Sturmholz mit hohem technischen, personellem und finanziellen Aufwand so schnell wie möglich aus dem Wald abtransportiert, um dem Borkenkäfer keine Brutmöglichkeiten zu bieten." Außerdem sei Ziel der Maßnahmen gewesen der Natur die Möglichkeit zu geben sich selbst zu helfen. Dazu wurde der Wildbestand kontrolliert bejagt. Der Erfolg, dass inzwischen ein Mischwald auf den vom Sturm verwüsteten Flächen entsteht, ist deutlich sichtbar. "Durch eine konsequente Jagd konnten bei der Wiederbewaldung der Weißwand durch natürlichen Aufwuchs enorme Summen, die sonst für die Pflanzung notwendig gewesen wären, gespart werden" erklärte Dr. Müller. Die Entwicklung der Wälder im Hinblick auf den Klimawandel wurde im Gespräch mit der Abgeordneten thematisiert. Für Dr. Müller gibt es aufgrund vielfacher wissenschaftlicher Beweise keine Zweifel daran, dass sich unsere Wälder auf neue klimatische Bedingungen einstellen werden müssen. Fachleute sind sich einig, dass der Bergwald auch aus Gründen der Klimavorsorge viele Baumarten und insbesondere die Tanne braucht. Bärbel Kofler bedankte sich bei Dr. Müller für das informative Gespräch vor Ort und erklärte: "Ich freue mich, dass es dem Forstbetriebe Berchtesgaden allem Anschein nach gelingt, den zerstörten Fichtenwald durch einen Mischwald zu ersetzen und so die Schutzfunktion des Waldes wieder herzustellen."

Pressemitteiloung Wahlkreisbüro Traunstein Dr. Bärbel Kofler, MdB

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