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Drei zeitgleiche Einsätze

Von gebrochenem Sprunggelenk bis zum Infekt-Transport: Zahlreiche Einsätze für Bergwacht Ramsau

Rettungshubschrauber „Christoph 14“ im vollen Einsatz
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Bruch am Sprunggelenk – „Christoph 14“ eilt zur Hilfe

Schwere Verletzungen und ein Infekt-Transport: Die Bergwacht Ramsau war in den vergangenen Tagen immer wieder gefordert – aber auch der Rettungshubschrauber „Christoph 14“ war gleich mehrmals im Einsatz.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Ramsau bei Berchtesgaden – Die Einsatzkräfte der Bergwacht Ramsau waren durch das anhaltend schöne Wetter während der vergangenen Tage immer wieder gefordert: Am Freitagvormittag (22. Juli) ging gegen 9.45 Uhr ein Notruf vom Wandfuß der Schärtenspitze (Ruine) ein, wo sich ein 42-jähriger Kletterer aus Nordrhein-Westfalen bei einem Sturz schwerer am Sprunggelenk verletzt hatte.

Der Einsatzleiter konnte die sechsköpfige Gruppe telefonisch nicht erreichen und auch nicht orten lassen, weshalb die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ in der Ramsau einen Bergretter zur Suche aufnahm und ihn dann zusammen mit dem Notarzt per Winde an der gefundenen Einsatzstelle absetzte. Der Heli nahm den versorgten Patienten zusammen mit den Rettern per Winde auf, ließ im Tal den Bergretter aussteigen und flog den Verletzten weiter zur Kreisklinik Bad Reichenhall. Fünf Bergretter waren bis 11 Uhr im Einsatz.

61-jähriger Tiroler stürzt am Watzmann ab und wird schwer verletzt

Am frühen Sonntagnachmittag (17. Juli) ging gegen 14.20 Uhr ein Notruf vom Watzmann ein, wo ein 61-jähriger Tiroler unterhalb des Watzmannhauses ein gutes Stück vom Steig abgestürzt war und sich schwer an Kopf, Rückrat und beiden Schultern verletzt hatte. Ersthelfer hatten den Mann auf den Steig zurückgebracht, versorgt und Hilfe angefordert, wobei er wesentlich schwerer verletzt war, als sie ursprünglich vermutet hatten und auch viel tiefer als nur fünf Meter abgestürzt war.

„Christoph 14“ nahm in der Ramsau einen Bergretter auf und setzte ihn mit dem Notarzt per Winde am Unfallort ab, wo sie den Verunfallten zusammen mit einem zufällig anwesenden Retter der Bergwacht Berchtesgaden versorgten und in den Luftrettungssack umlagerten. Der Heli nahm den 61-Jährigen dann mit dem Arzt per Winde auf und flog ihn gegen 15.15 Uhr direkt ohne Zwischenlandung weiter zum Salzburger Landeskrankenhaus.

Der Bergretter stieg zum Haus auf und wurde dort später wieder vom Heli abgeholt und kurz nach 16 Uhr an der Bergrettungswache abgesetzt. Weitere zwei Bergretter, darunter eine Beraterin des Kriseninterventionsdienstes (KID), fuhren mit dem VW-Bus auf Kühroint, um die Frau des Verunfallten abzuholen. Insgesamt waren sieben Bergretter im Einsatz.

Drei zum Teil zeitgleiche Einsätze am hochsommerlichen Samstag

Am Samstagmittag (16. Juli) gegen 11.45 Uhr brauchte ein 40-Jähriger aus dem Landkreis Traunstein die Ramsauer Bergwacht, da er rund 200 Meter vor der Wimbachgrieshütte mit einer Bänderverletzung am Sprunggelenk nicht mehr selbst weiterkam. Die Bergretter holten ihn mit dem Pinzgauer ab, wobei ihn Ersthelfer an der Hütte bereits vorbildlich versorgt und den verletzten Fuß geschient hatten. Im Tal angekommen übernahm der Begleiter den weiteren Transport nach Traunstein, wo der Mann dann einen Arzt aufsuchte. Zwei Bergretter waren bis 13.45 Uhr gefordert.

Direkt im Anschluss folgte gegen 13.50 Uhr ein Notfall auf Kühroint, wo ein 52-Jähriger aus dem Landkreis Pfaffenhofen wegen einer Kopfverletzung Hilfe brauchte. Zwei Bergretter rückten mit dem VW-Bus aus, versorgten den 52-Jährigen, der mittlerweile die Alm erreicht hatte, und fuhren ihn mit Begleitern ins Tal und dann wegen des allgemein hohen Einsatzaufkommens weiter zum Krankenhaus. Insgesamt waren fünf Bergretter bis 15.50 Uhr gefordert.

Gleichzeitig brauchte ein erschöpftes Duo an der Halsalm an der Reiter Alpe Hilfe: Der 84-jährige Mann und die 78-jährige Frau aus München hatten an einer Bartgeier-Führung in der Halsgrube teilgenommen und waren dann bei großer Hitze selbständig weiter zur Alm gegangen, wo ihnen dann der Kreislauf versagte. Das dortige Personal leistete Erste Hilfe und setzte gegen 14.10 Uhr einen Notruf ab, woraufhin drei Bergretter mit dem Pinzgauer zur Alm ausrückten, die Patienten übernahmen, untersuchten und dann zu ihrem Auto am Klausbachhaus zurückbrachten, da keine weitere medizinische Versorgung notwendig war. Fünf Bergretter waren bis 15.45 Uhr im Einsatz.

Infekt-Transport im Wimbachgries

Am Donnerstag (14. Juli) musste die Bergwacht in der Früh kurz nach 8 Uhr mit dem VW-Bus zu einem Infekt-Transport ins Wimbachgries ausrücken, wo eine an Corona erkrankte 29-jährige Berlinerin nicht mehr selbst absteigen konnte. Die beiden Bergretter absolvierten den Einsatz in Schutzanzügen, übergaben die Frau zum Weitertransport in die Kreisklinik Bad Reichenhall an die Krankenwagen-Besatzung des Reichenhaller Roten Kreuzes und desinfizierten im Anschluss das Fahrzeug und die Ausrüstung, wobei sie bis 11 Uhr gefordert waren.

Am Montag, den 11. Juli brauchte kurz nach 16.30 Uhr ein 33-jähriger Berliner mit einer Knieverletzung an der Schärtenalm die Bergwacht, die mit dem VW-Bus bis zur Alm fuhr, den Mann dort untersuchte und versorgte und dann ins Tal fuhr, wo ihn eine Rettungswagen-Besatzung des Reichenhaller Roten Kreuzes übernahm und in die Kreisklinik Bad Reichenhall brachte. Zwei Bergretter waren bis 18 Uhr im Einsatz.

Pressemitteilung Bayerisches Rotes Kreuz - Kreisverband Berchtesgadener Land

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