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Weniger Gäste, weniger Übernachtungen

Bergsteigerdorf Ramsau verzeichnet Rückgang bei Urlaubsgästen 

Hirschkaser
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Ein Ausflugsziel, auf das man im Bergsteigerdorf stolz ist: der von Grund auf renovierte Hirschkaser.

Einen deutlichen Gästerückgang im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 verzeichnet das Bergsteigerdorf Ramsau: 11,5 Prozent weniger Gäste kamen während der diesjährigen Saison, summiert sind das 44.500. Knapp 250.000 Übernachtungen generierten diese, weiß Martha Graßl, Leiterin der Tourist-Info Ramsau, die die Zahlen während der Bürgerversammlung präsentierte. 

Ramsau – Die touristisch geprägte Ramsau sieht sich auf einem guten Weg, die vergangenen, von Lockdowns geprägten Jahre hinter sich zu lassen. „Wir befinden uns zwar noch im Minus“, sagte Martha Grassl. Aber das Minus fällt deutlich besser aus als angenommen. Die Gäste kamen diesen Sommer in den Ort zurück, die Übernachtungszahlen liegen nur etwas mehr als vier Prozent unter jenen aus dem Jahr 2019. Die Aufenthaltsdauer liegt mit 5,16 Tagen über dem Durchschnitt in der Region. 

Dennoch blicken die Touristiker mit leichten Sorgenfalten in die Zukunft: Denn die Anzahl der Gästebetten schrumpft sukzessive. 2420 Gästebetten gibt es im Bergsteigerdorf, das selbst nur 1700 Einwohner zählt. Der Tourismus ist die Haupteinnahmequelle von Ramsau. Allerdings ist die Anzahl der Gästebetten seit 2003 massiv zurückgegangen: „Wir haben 837 Betten verloren, das ist mehr als ein Viertel“, sagt Martha Grassl. Ein Potenzial von 25.000 Übernachtungen pro Monat geht dabei verloren. Hotels haben seitdem aufgehört, Ferienwohnungen wurden privatisiert. 

Der Rückblick auf die Tourismus-Saison kann sich dennoch sehen lassen, denn im Vergleich zu den Vorjahren herrschte wieder Leben im Bergdorf: Almtänze, zehn Musikkonzerte der Ramsauer Kapelle, Dorf-, Herbst- und Kirchweihfeste waren Anlaufpunkt für Einheimische und Touristen. Auch der Hörspiel-Erlebnisweg am Ramsauer Hausberg, dem Toten Mann, erfreut sich großer Beliebtheit, und mit der Berggaststätte Hirschkaser gibt es ein neues, für eine Millionensumme renoviertes Ausflugsziel weit droben. 

Auch im Winter soll es im Bergsteigerdorf nicht langweilig werden: Die Tourist-Info-Leiterin kündigte die Termine für den Winter an: Ab 17. Dezember soll es wieder Pferdekutschenfahrten ins Klausbachtal in den Nationalpark Berchtesgaden geben, ab 20. Dezember werden Schneeschuhwanderungen jeden Dienstag angeboten, und auch die Fackelwanderungen rund um den Hintersee finden ab 21. Dezember wieder statt. Zudem plant die Musikkapelle Ramsau ein Neujahrskonzert am 2. Januar kommenden Jahres. Mit Skibetrieb und Rodelfahrten am Hochschwarzeck soll auch die kalte und finstere Jahreszeit willkommenen Anlass bieten, die Ramsau zu besuchen.

kp 

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