Ramsauer absolviert Überschreitung in deutlich unter drei Stunden

"Einmal Hölle und zurück" am Watzmann: Palzer holt sich Rekord in Fabelzeit zurück

Ramsau/Berchtesgaden - Das wollte er dann wohl doch nicht auf sich "sitzen" lassen: Profi-Skibergsteiger und Bergläufer Anton Palzer aus der Ramsau hat sich den Rekord für die schnellste Watzmann-Überschreitung mit einer Fabelzeit zurückerobert. *NEU: Video*

Nur drei Tage nach der tollen Leistung des Trailrunners Hannes Namberger, der 3:01,53 Stunden für die 23,3 Kilometer lange Strecke benötigte, absolvierte Palzer am Freitag, 26. Juni, die legendäre Watzmann-Überschreitung in einer Zeit von 2:47,08 Stunden und war damit rund eine Viertelstunde schneller als der Bundespolizist aus Ruhpolding (Landkreis Traunstein).

Nach dem Start um kurz nach 7 Uhr an der Wimbachbrücke brauchte Palzer nur 49 Minuten bis zum Watzmannhaus. Von dort ging es in weiteren 32 Minuten weiter zum Hocheck (2651 Meter; 1:21 Stunden) und dann in 24 Minuten über die Mittel- (2713 Meter) zur Südspitze (2712 Meter; 1:45 Stunden). Anschließend folgte der Abstieg über die Grieshütte im Wimbachgries bis zur Wimbachbrücke, wo er nach einer guten weiteren Stunde völlig erschöpft, aber glücklich die Ziellinie überquerte.


"Gab nie eine Situation, in der es kritisch war..."

"2:47,08 - einmal Hölle und zurück", postete Palzer anschließend mit dem Hashtag #Watzmannüberschreitung in den sozialen Medien. Oft habe er von einer Zeit unter drei Stunden geträumt - und jetzt sei eben sein Tag gewesen, hieß es weiter. "Ich war mir heute so sicher, es gab nie eine Situation, in der es kritisch war, und deswegen ist es auch so gut gelaufen. Ich habe Spaß gehabt, ich habe wirklich Spaß gehabt. Gut die letzten drei Kilometer vielleicht nicht mehr, da hat's weh getan", sagte Palzer über seine neue Fabelzeit.


Die Königstour der Berchtesgadener Alpen zählt zu Palzers Heimstrecken. Seine neue Rekordzeit sieht er übrigens als Prozess in seiner Entwicklung als Profisportler: "Ich war schon ein bisserl nervös, aber super motiviert. Da aktuell keine Wettkämpfe stattfinden, war es an der Zeit, dass ich mir wieder eine Herausforderung suche. Das Training sind die Hausaufgaben, aber irgendwann muss auch wieder eine Prüfung kommen." 

Übrigens: "Normale" Bergsteiger absolvieren die selbe Aufgabe in der Regel als zweitägige Tour mit einer Übernachtung am Watzmannhaus...

mw

Rubriklistenbild: © Philipp Reiter

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