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Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidat für Ramsau bei Berchtesgaden

18 Fragen an Herbert Gschoßmann (CSU)

Konkurrenzlos: Ramsaus Bürgermeister Herbert Gschoßmann (CSU).
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Konkurrenzlos: Ramsaus Bürgermeister Herbert Gschoßmann (CSU).

Piding - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Ramsau bei Berchtesgaden wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen die Kandidaten vor. Dieses Mal: Herbert Gschoßmann (CSU).

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Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Herbert Gschoßmann


2. Partei

CSU

3. Alter

61

4. Wohnort

immer schon Ramsau (ausgenommen 1992 – 1996 mit Whg. in BGD)

5. Geburtsort

Berchtesgaden

6. Familienstand

verh.

7. Kinder

3 mit Alter 28, 25 und 18

8.  Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

  • 1990 – 1991 Gemeinderat in Ramsau (dann Umzug nach BGD und damit aus dem GR ausgeschieden) 
  • seit 2008 ehrenamtlicher Bürgermeister in Ramsau und Kreisrat BGL

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Ich habe keine politischen Vorbilder und versuche auch nicht jemand nachzuahmen.

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Ist meine Heimat bzw. meine Heimatgemeinde, lebens- und liebenswert.

11. Warum sind Sie genau der Richtige?

Von sich selbst zu behaupten man sei „genau der Richtige“ halte ich für anmaßend, darum vermeide ich Aussagen dieser Art. Nicht ich muss mich für den Richtigen halten, meine Mitbürgerinnen und Mitbürger sollen diese Einschätzung haben. Ich behaupte nicht, dass ich „genau der Richtige“ bin, ich wage aber die Einschätzung, dass ich vielleicht nicht allzu viel verkehrt gemacht habe und dass man mir durchaus zutraut, dieses Amt zu bekleiden. Zu dieser Einschätzung komme ich, weil ich weder 2008, noch 2014 und auch nicht jetzt einen innerparteilichen und auch nicht einen überparteilichen Gegenkandidaten hatte. Ich wurde jedes Mal von allen Seiten unterstützt. Das freut mich, das gibt mir Bestätigung und Zuversicht.

12.  Was haben Sie in ihrer vergangenen Amtszeit erreicht?

Lösungen für Feuerwehrhaus und Bauhof, Ausbau B 05 mit Kreisverkehr, Siegel Bergsteigerdorf, um nur 3 Bsp. zu nennen. Wichtig: das habe nicht ich alleine erreicht, das haben wir (Gemeinderat, Bürgerinnen und Bürger, Verwaltung) gemeinsam erreicht.

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Die aus meiner Sicht größte Herausforderung in jeder Kommune ist der Erhalt des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Erst mit einem überzeugtem „Wir-Gefühl“ sind die vielfältigen Aufgaben in einer Kommune zu schaffen.

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

Große Aufgaben werden sein: 

  • Umsetzung der anstehenden Baumaßnahme Feuerwehrhaus und Bauhof 
  • Erweiterung Kindergarten 
  • Wohnraum schaffen über Bauflächen und in gemeindeeigenen Immobilen

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

  • diverse gemeindeeigene Immobilien sanieren, ggf. umbauen oder in das Wohnbauwerk einbringen. Ziel egal auf welchem Weg: relativ günstigen Wohnraum zur Miete zu schaffen
  • ca. 5 – 8 Parzellen für Bauwillige baureif machen

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Am meisten werden Kommunen wohl durch Überzeugungsarbeit leisten können. 

Überzeugungsarbeit dahingehend, dass man z. B. mehr auf den ÖPNV zurück greift (dazu muss dieser natürlich halbwegs attraktiv sein) oder dass man nicht jeden Meter mit dem Auto fährt (z. B. innerorts durchaus zu Fuß viele Dinge erledigen kann). 

Überzeugungsarbeit aber auch für authentisches Verhalten. 

Völlig unglaubwürdig sind beispielsweise starke Worte zu Hause für den Klimaschutz, spätestens beim Urlaub aber mit Fernreise oder Kreuzfahrt werden solche Worte dann ad absurdum geführt. 

Klimaschutz ist ohne Zweifel sehr wichtig, Klimaschutz im wahrsten Sinne des Wortes dann aber effektiv zu praktizieren ist gar nicht so einfach. 

Bsp.: saubere Energie will jeder, wenn’s konkret dann z. B. um die Wasserkraft geht schaut es oftmals sehr schnell ganz anders aus. 

Gleiches gilt für Photovoltaikfreiflächen oder Windräder. 

Den einzig richtigen Weg gibt’s nicht, am Ende wird man wohl immer zu Kompromissen bereit sein müssen, um glaubwürdig und effektiv dem Ziel „Klimaschutz“ näher zu kommen (von erreichen will ich gar nicht sprechen).

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Oftmals wird zu pauschal verordnet, zu pauschal agiert aber auch zu pauschal reagiert. 

In vielen Bereichen sind Bestimmungen oder Reaktionen auf z. B. Volksbegehren zu wenig differenziert, manchmal sind es auch Schnellschüsse um einer lauten Minderheit gerecht zu werden. Das es dann Proteste, sehr oft berechtigte Proteste, gibt braucht niemand zu wundern. Wenn ich Proteste dieser Art für berechtigt halte (wobei ich mir nicht anmaße immer alles vollumfänglich bewerten zu können), dann unterstütze ich diese Proteste.

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Was mir sehr am Herzen liegt: jeder, der sich für ein kommunales Amt (ob Landrat, ob Bürgermeister, ob Kreisrat, ob Gemeinderat) zur Verfügung stellt bzw. bewirbt, lässt sich im Falle der Wahl auf was ein, was nicht immer „lustig“ ist. 

Alle versuchen für die Allgemeinheit was zu erreichen, zu verbessern. Man muss nicht immer mit allem einverstanden sein, Kritik ist Teil der Demokratie, die Frage ist immer nur, wie wird diese Kritik geäußert. 

Offenheit und Fairness, das wünsche ich mir nicht für mich, das wünsche ich mir für alle Kandidatinnen und Kandidaten, egal auf welcher Liste, egal in welcher Kommune.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

Quelle: rosenheim24.de

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