Gemeinderatssitzung im März

Zwei neue TETRA-Masten im Gemeindegebiet

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Ramsau - Viele Kritiker sehen die Sendemasten des sogenannten TETRA-Funks als Gefahr für die Bürger an. Der Gemeinderat in Ramsau sieht in deren Errichtung eher eine technische Notwendigkeit:

Einen gewissen "sachlichen Zwang" sieht der Geschäftsleiter der Gemeinde Ramsau bei Berchtesgaden im Zuge der Bauanträge des Bayerischen Innenministeriums zur Errichtung zweier sogenannter BOS-Sendemasten im Gemeindegebiet schon: "Dennoch müssen wir sicherstellen, dass unsere Einsatzkräfte im Zuge der Umstellung auf den Digitalfunk auch in entlegenen Gebieten guten Empfang haben", erklärt Martin Willeitner im Gespräch mit BGland24.de.

Zwei neue Sendemasten für den umstrittenen TETRA-Funk segnete der Gemeinderat in seiner Sitzung im März nun ab.

Schnelle und effektive Hilfe am Berg

Mit einer Mast-Höhe von 21 Metern beziehungsweise 16 Metern, sollen die beiden Sendemasten besonders die Außenbereiche der Gemeinde in Zukunft zuverlässig abdecken, erklärt Geschäftsleiter Willeitner. Mit den Standorten in der Nähe der Berggaststätte am Hirscheck im Schwarzeck Skigebiet und im Bereich Hirschbichl in Richtung Weißbachtal soll "schnelle und effektive Hilfe" gewährleistet werden, so der Geschäftsleiter weiter.

Die nächstgelegenen Wohnbebauung liege am Schwarzeck rund einen Kilometer entfernt. Beim Sendemast am Hirschbichl sollen es dann sogar zwischen fünf und sechs Kilometer sein.

"Natürlich gibt es bei diesem Thema immer wieder Grundsatzdiskussionen, es gibt Argumente dafür und dagegen," berichtet Martin Willeitner aus der Gemeinderatssitzung in Ramsau. Schließlich habe das Gremium am Ende aber seine Genehmigung erteilt. Mit einem Baubeginn rechnet Willeitner noch in diesem Jahr, spätestens aber Anfang 2016, rechtzeitig vor dem geplanten Probebetrieb.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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