Einsatz für die Bergwacht Ramsau

Fünfköpfige Urlauberfamilie sitzt bei Dunkelheit im Steilgelände fest

Bergwacht Ramsau nächtlicher Rettungseinsatz
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Die Bergwacht musste ausrücken, um eine fünfköpfige Urlauberfamilie aus Nordrhein-Westfalen zu retten.

Ramsauer Forst - Am Dienstagabend musste die Bergwacht Ramsau eine fünfköpfige Urlauber-Familie aus Nordrhein-Westfalen retten, welche bei Dunkelheit und ohne Stirnlampen im Steilgelände festsaß. Auch am Mittwoch, den 9. September, waren die Ehrenamtlichen schon wieder gefordert.

Die Mitteilung im Wortlaut


Nach einer unruhigen Nacht von Montag auf Dienstag waren die Ehrenamtlichen der Bergwacht Ramsau am Dienstagabend wieder zweieinhalb Stunden lang gefordert: Eine fünfköpfige Urlauber-Familie aus Nordrhein-Westfalen saß auf der Südseite der Reiter Alpe im Abstieg über den Böslsteig in rund 1100 Metern Höhe oberhalb der Halsgrube bei Dunkelheit und ohne Stirnlampen im Steilgelände fest.

Als gegen 20.30 Uhr der Notruf einging, konnte die Leitstelle Traunstein das Handy der Familie orten, und die alarmierte Bergwacht Ramsau musste nicht erst nach den Leuten suchen. Die 57-jährigen Eltern und die erwachsenen Kinder waren mit Hilfe einer Handy-App vermutlich über den Schaflsteig und die Mayrbergscharte aufgestiegen, hatten mehrere Gipfel besucht, dabei aber den Zeit- und Kraftaufwand im durchgehend alpinen Gelände unterschätzt. Die Mutter war bereits geschwächt und einige Male ausgerutscht und hingefallen.


Der Einsatzleiter wies die Gruppe an, an Ort und Stelle zu bleiben und sich warm zu halten. Die Bergwacht fuhr mit vier Fahrzeugen und umfangreicher Ausrüstung zur Halsgrube, stieg dann weiter über den Böslsteig auf und fand die Unverletzten an den von der Leitstelle übermittelten Koordinaten am Steig. Nach einer kleinen Stärkung konnten die Urlauber mit den von der Bergwacht mitgebrachten Stirnlampen selbst weiter absteigen, wobei die Retter die geschwächte Mutter mit Gurt und Seil sicherten. Mit dem Pinzgauer ging es für die Geretteten dann weiter zu ihrem Auto am Klausbachhaus.

Auch am Mittwoch erneute Einsätze

Am Mittwochmittag gegen 13 Uhr waren die Ramsauer Bergretter zeitgleich wegen einer Fußverletzung an der verfallenen, alten Blaueishütte am Hochkalter und wegen einer akuten internistischen Erkrankung am Wimbachschloss gefordert. Beide Einsätze führten sie zusammen mit der Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ durch, die zunächst die akut erkrankte Frau vom Wimbachschloss ins Tal flog und an den Landrettungsdienst des Roten Kreuzes übergab und dann den bereits vom Hüttenwirt versorgten Verletzten von der Blaueishütte holte und direkt zur Kreisklinik Bad Reichenhall flog.

Pressemitteilung BRK Berchtesgadener Land

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