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Einsatz am Watzmann

Bergwacht Ramsau blickt auf ruhigere Schlechtwetter-Tage mit fünf Einsätzen zurück

Christoph 14 startet nach dem Einsatz am Hirschkaiser
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Hubschrauber Christoph 14 startet nach dem Einsatz am Hirschkaiser.

Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Bergwacht Ramsau blicken auf eine für die ansonsten sehr einsatzreiche Jahreszeit eher ruhige Schlechtwetter-Woche mit insgesamt fünf Einsätzen zurück.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Am Donnerstagmittag (5. August) mussten sie um kurz nach 12 Uhr zur Stubenalm am Watzmann ausrücken, wo eine 52-jährige Urlauberin aus Niedersachsen mit einem Bänderriss im Sprunggelenk nicht mehr absteigen konnte. Sechs Bergretter waren im Einsatz, versorgten die Frau und brachten sie und den Begleiter mit dem Einsatzfahrzeug ins Tal; mit dem Rettungswagen des Berchtesgadener Roten Kreuzes gings dann weiter zur Kreisklinik Bad Reichenhall. Die Bergwacht war gute eineinhalb Stunden gefordert.

Unklarer Notfall am Hirschkaser

Am Dienstagmittag gegen 11.50 Uhr ging ein Notruf vom Hirschkaser am Toten Mann ein, wo vor der Hütte auf der Terrasse ein 29-jähriger Urlauber aus Nordrhein-Westfalen zusammengebrochen war. Da der Notruf abgerissen war, wussten Leitstelle und Einsatzleiter zunächst nicht genau, was passiert war. Die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ flog den Einsatzort direkt an – gleichzeitig fuhren der Einsatzleiter mit seinem Fahrzeug und vier weitere Bergretter mit Defi und Notfallausrüstung zur Berggaststätte los.

Als der Einsatzleiter eintraf, war der Mann ansprechbar und nicht bewusstlos, hatte aber sehr starke Schmerzen im Nacken; ein alt gedienter Bergretter war als Ersthelfer vor Ort, wies den Heli ein und half bei der Versorgung. Die Heli-Notärztin versorgte den Patienten, der dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall geflogen wurde. Die Bergwacht war eine gute Stunde lang gefordert.

Sturz im Zauberwald und auf der Alpenstraße

Am Donnerstagnachmittag (29. Juli) ging kurz nach 14 Uhr ein Notruf ein, da sich eine 53-jährige Urlauberin aus Thüringen rund 300 Meter vom Kiosk entfernt am Wanderweg im Zauberwald bei einem Sturz am Knie verletzt hatte. Die Bergwacht Ramsau rückte mit vier Einsatzkräften aus, versorgte die Frau und brachte sie per Gebirgstrage zum Rettungswagen des Berchtesgadener Roten Kreuzes, mit dem es dann weiter zu Kreisklinik Bad Reichenhall ging. Die Bergwacht war knapp unter zwei Stunden gefordert und musste gegen 18 Uhr schon wieder ausrücken, da ein 20-jähriger Kradfahrer aus dem Landkreis Traunstein auf der Alpenstraße an der Abzweigung zum Steinbergweg mit einem Auto zusammengestoßen war und sich an der Hand verletzt hatte. Einige Bergretter befanden sich vom vorherigen Einsatz noch in der Rettungswache und übernahmen die Erstversorgung, bis der Rettungswagen des Berchtesgadener Roten Kreuzes eintraf, den Patienten übernahm und dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall einlieferte.

Verletzter und erschöpfter Bergsteiger im Wimbachtal

Weitere zwei Bergretter, die ebenfalls noch vom vorherigen Einsatz in der Rettungswache waren, mussten gegen 18.30 Uhr mit dem Pinzgauer ins Wimbachgries, wo ein erschöpfter Bergsteiger mit einer Bänderverletzung unweit der Grieshütte nicht mehr weiterkam. Kurz nach der Abfahrt meldete sich die Leitstelle erneut, dass der Mann nun doch keine Hilfe mehr brauchen würde. Sowohl der Notruf als auch die Abbestellung des Einsatzes gingen indirekt über das Telefon der Wimbachgrieshütte und erst dann bei der Leitstelle und der Bergwacht ein.

Der Einsatzleiter rief anschließend noch in der Hütte an, um sich nach dem Mann zu erkundigen, der aber bereits weitergegangen war, da es ihm offensichtlich nicht so schlecht ging, wie ursprünglich vermutet. Die Bergwacht, die den Notruf natürlich ernst genommen hatte, konnte rasch wieder einrücken. „Grundsätzlich ist es immer gut, wenn man in einer Notlage besser früher als zu spät anruft und die eigene Lage mit dem Disponenten und Einsatzleiter gemeinsam bewertet – man sollte sich dennoch immer bewusst sein, dass man den Notruf wählt und damit Rettungsmittel und Einsatzkräfte bindet“, erklärt Einsatzleiter Michael Renner.

Pressemeldung BRK KV Berchtesgadener Land

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