„Pkw über Böschung, mehrere Verletzte“

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Bischofswiesen – Einsatzkräfte der BRK-Bereitschaft Berchtesgaden und der Feuerwehr Bischofswiesen haben sich zu einer gemeinsamen Übung getroffen.

Die Übungsannahme war, dass ein Kleinwagen mit drei Insassen am Koppenberg in Bischofswiesen über eine Böschung abgestürzt und in der Folge an einem Baum hängengeblieben ist. Das Unfallszenario war sehr realistisch - eingeschränkte Aktionsräume, wenig Platz für die Einsatzfahrzeuge und ein schwer zugängliches Gelände. Vor allem die Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte aber auch die Überwindung von Hindernissen in diesem schwierigen Gelände war Ziel der Einsatzübung.

Im Vorfeld der Übung war durch die Feuerwehr und das Team für Realistische Unfall- und Notfalldarstellung (RUD) des BRK die Einsatzstelle vorbereitet worden. Drei Mimen wurden „verletzt“ geschminkt und nahmen in dem Fahrzeugwrack Platz. Gegen 19:40 Uhr wurde dann die Feuerwehr Bischofswiesen und das Bayerische Rote Kreuz mit jeweils drei Fahrzeugen zum Koppenberg alarmiert. Die Besatzung des ersteintreffenden Krankenwagens verschaffte sich einen Überblick und forderte weitere Einsatzkräfte nach.

„Wir haben uns absichtlich ein schwieriges Gelände für diese Übung gesucht, um den Teilnehmern zu veranschaulichen, wie viel mehr Aufwand von Gerätschaften und Personal notwendig ist“, so der Übungsleiter Thomas Zuhra. Mit schwerem Rettungsgerät der Feuerwehr konnte der erste Patient, eine hochschwangere junge Dame, nach etwa 20 Minuten aus dem Autowrack gerettet werden, nachdem sie durch die Rot-Kreuz-Helfer erstversorgt wurde.

Auto über Böschung - Übungsszenario

Hier entscheidet der Notarzt, welcher Verletzte als erster befreit und versorgt werden muss. Auch ob die Rettung schnellstmöglich (sogenannte „Crash-Rettung“) bei bestehender Lebensgefahr oder schrittweise erfolgen kann, obliegt der Weisung des Mediziners. Die beiden anderen Unfallopfer konnten ebenfalls mittels Spreizgerät aus dem Fahrzeug gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden.

Von der Unfallstelle zum Rettungswagen wurde die Böschung mittels Steckleitern und Schleifkorb überwunden. „Für die Einsatzkräfte, war es auf Grund der einspurigen, engen Straße besonders schwierig, die Wege zu den Fahrzeugen und zum benötigten Material möglichst kurz zu halten“ erklärt Feuerwehr-Gruppenführer Stephan Votz. Dass im Ernstfall mehr Einsatzkräfte zu Verfügung gestanden und die Feuerwehr mit ihren Rettungsgeräten an beiden Seiten des Fahrzeugs gleichzeitig arbeiten könnten, wurde in der Übungsnachbesprechung deutlich.

„Die Übung ist sehr gut abgelaufen. Es wurde schnell, sauber und konzentriert gearbeitet. Nach etwa einer halben Stunde waren alle Verletzten aus dem Fahrzeug befreit - für dieses Gelände eine sehr gute Zeit“ freute sich der Einsatzleiter der Feuerwehr Bischofswiesen, Robert Aschauer.

Pressemitteilung BRK BGL

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