Dokumentation Obersalzburg geschlossen

Arbeiten an 21 Millionen Euro-Neubau nehmen wieder Fahrt auf

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Die Bauarbeiten auf dem Obersalzberg werden nach der Winterpause wieder fortgesetzt.

Berchtesgaden – Die Arbeiten am 21-Millionen-Euro-Neubau der Dokumentation Obersalzberg nehmen nach der Winterpause nun wieder Fahrt auf. Hier werden in den kommenden Jahren 200000 Besucher jährlich erwartet.

Die Dokumentation Obersalzberg ist bis Ende dieser Woche geschlossen. „Die Sperrung der Einrichtung war aus Brandschutzgründen zwingend erforderlich“, so Martin Julinek, Fachbereichsleiter Hochbau am Staatlichen Bauamt Traunstein.

Der Hang, der in monatelanger Arbeit weggesprengt wurde, offenbart das riesige Gelände, auf dem die neue Ausstellung später einmal bis zu 200.000 Besucher pro Jahr erwartet. Bis spätestens 2021 soll die Erweiterung, die rund 21 Millionen Euro kosten und an der mit Hochdruck gefeilt wird, fertiggestellt sein. 

Aktuell finden auf dem Gelände Tiefbauarbeiten statt. Bagger buddeln tiefe Gräben. Erste Kanäle werden verlegt. Dass die Dokumentation Obersalzberg nun über eine Woche schließen musste, ist den „notwendigen Bauarbeiten zur Herstellung von Drainagegräben im Rahmen der laufenden Baumeisterarbeiten“ geschuldet, sagt Hochbauamtschef Martin Julinek. 

Weil die Zufahrt für Feuerwehr und Rettungskräfte derzeit nicht möglich ist, musste die Ausstellung geschlossen bleiben. Die neue Ausstellung wird in den gegenüberliegenden Hügel der aktuellen Dokumentation integriert. Die Ausstellung auf dem Obersalzberg findet aktuell auf 300 Quadratmetern statt. 

Das neue Konzept, das von einem Team aus Mitarbeitern des „Instituts für Zeitgeschichte“ (IfZ) erarbeitet worden war und im Mai der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll, wird auf 800 Quadratmetern umgesetzt werden. Die Maßnahme gilt unter Bauexperten als äußerst komplex. 

Allerdings ist eine Erweiterung mehr als notwendig: Rund 160000 Besucher kommen jedes Jahr auf den Obersalzberg – geplant war die Einrichtung Ende der 90er-Jahre für lediglich 40.000 Personen. Die ursprüngliche Dokumentation soll in Zukunft als Bildungseinrichtung zur Verfügung stehen.

Killian Pfeiffer

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